Das folgende Thema ist primär für Studierende in höheren Semestern geeignet. Wenn du Studienanfänger*in bist, solltest du dich vor allem über die allgemeinen und qualitativen Kriterien informieren. Die nachfolgende Information zu quantitativen Indikatoren ist zum Teil als Zusatzangebot zu verstehen, vor allem die Inhalte innerhalb der Slides. Schau dir die nachstehenden Kursinhalte bitte trotzdem an. Wichtig: Im Abschlussquiz werden die Inhalte der Slides nicht konkret abgefragt, die Texte außerhalb der Slides können aber durchaus eine Rolle spielen (zur Info: Slides sind die Inhalte, die blau umrandet und durchklickbar sind).
Bei der Berechnung des wissenschaftlichen Einflusses bzw. der wissenschaftlichen Leistung einer Person können bibliometrische Methoden helfen, bei denen die Anzahl der Publikationen und Zitationen eines*r Autors*in gezählt werden. Das bekannteste methodische Verfahren ist der Hirsch-Index.
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1. Wenig Einfluss von Publikationen mit sehr vielen Zitaten
Wenn ein*e Autor*in eine Publikation veröffentlicht, die außergewöhnlich oft im Vergleich zu den anderen Publikationen derselben Person zitiert wird, hat dies im Gegensatz zu einer durchschnittlichen Zitationsrate nur wenig Einfluss auf den h-Index.
2. Möglichkeit von Verzerrungen durch Selbstzitate
Wenn sich ein*e Autor*in sehr häufig selbst zitiert, kann es zu Verzerrungen des h-Index kommen, da dieser so steigen würde.
3. Bevorzugung älterer Wissenschaftler*innen
Da ältere Wissenschaftler*innen in der Regel auch mehr publiziert haben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese häufiger zitiert wurden (schon alleine wegen der Dauer) und somit auch der h-Index. Das beeinflusst die Vergleichbarkeit.
4. Unterschiedliche Publikationskulturen
Geistes- und Kulturwissenschaftler*innen veröffentlichen Publikationen eher in Buchform und nicht als Artikel. Durch den längeren Weg bis zur Buchpublikation veröffentlichen diese i. d. R. seltener als beispielsweise Naturwissenschaftler*innen. Zudem werden Buchveröffentlichungen und generell Veröffentlichungen aus den Geistes- und Kulturwissenschaften nicht so stark wie Artikel aus den Naturwissenschaften in den Zitationsdatenbanken nachgewiesen, wodurch für die Geistes- und Kulturwissenschaftler*innen der h-Index niedriger ausfällt. Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen sollten deshalb nicht mithilfe ihres h-Indexes verglichen werden.
5. Variation des h-Index durch unterschiedliche Datengrundlage
Da die Datengrundlagen in den Datenbanken und Suchmaschinen unterschiedlich sind, variiert der jeweils errechnete h-Index. Außerdem hängt der Wert des h-Index vom Zeitpunkt der Berechnung ab.