• Quantitative Bewertungsmethoden | Zeitschriftenbezogene Indikatoren

    • Das folgende Thema ist primär für Studierende in höheren Semestern geeignet. Wenn du Studienanfänger*in bist, solltest du dich vor allem über die allgemeinen und qualitativen Kriterien informieren. Die nachfolgende Information zu quantitativen Indikatoren ist zum Teil als Zusatzangebot zu verstehen, vor allem die Inhalte innerhalb der Slides. Schau dir die nachstehenden Kursinhalte bitte trotzdem an. Wichtig: Im Abschlussquiz werden die Inhalte der Slides nicht konkret abgefragt, die Texte außerhalb der Slides können aber durchaus eine Rolle spielen (zur Info: Slides sind die Inhalte, die blau umrandet und durchklickbar sind).



      Für die wissenschaftliche Recherche spielen Fachzeitschriften (engl. academic journals) eine große Rolle – sie gelten als vertrauenswürdig. Fachzeitschriften, die von Fachgesellschaften herausgegeben werden, werden in der Regel als wissenschaftlicher erachtet als Journals von kommerziellen Verlagen. Qualitative Rankings über Befragungen von Fachexpert*innen wurden bereits vorgestellt, aber auch im Bereich der Bibliometrie werden quantitative Rankings erstellt. Dafür nutzt man zeitschriftenbezogene Indikatoren. Sie haben zum Ziel, den Einfluss einer wissenschaftlichen Zeitschrift zu messen und den Rang der Zeitschrift im wissenschaftlichen Kontext anzuzeigen.


      Du kannst generell darauf achten: Je höher das Ranking, desto höher ist der Einfluss in der Fachdisziplin und desto vertrauenswürdiger ist die untersuchte Zeitschrift. Du solltest jedoch immer nachvollziehen, wie ein bestimmtes Ranking zustande kommt.


      Klicke dich durch die Slides, um die beiden zeitschriftenbezogenen Indikatoren Journal Impact Factor und CiteScore kennenzulernen. Das Laden der Slide-Show dauert aufgrund der Einbindung von Videos ggf. etwas länger. Die Videos solltest du im Vollbild öffnen.




      (vgl. u. a. KIT 2016)


      Klick hier ADD-ONADD-ON: Nachteile zeitschriftenbezogener Indikatoren

      • 1. Verzerrungen sind möglich
      • Es sind Verzerrungen möglich, da zum Beispiel Selbstzitate nicht gefiltert werden. So soll es Verlage geben, die dazu drängen, aus der verlagseigenen Zeitschrift zu zitieren, damit der JIF oder CiteScore erhöht wird.

      • 2. Fehlende Beurteilung von Artikeln
      • In der Realität werden über diese Indikatoren auch häufig Rückschlüsse auf einzelne Artikel gezogen oder sogar einzelne Wissenschaftler*innen darüber beurteilt. Wer also z. B. in einer Zeitschrift mit hohem JIF/CiteScore publiziert, habe automatisch einen höheren wissenschaftlichen Stellenwert. Das stimmt allerdings nicht, denn der JIF und der CiteScore bewerten ausschließlich die Zeitschrift, nicht die einzelnen Artikel.

      • 3. Mangelnde Vergleichbarkeit der Teildisziplinen
      • Analog zu den Nachteilen des h-Index gibt es innerhalb der verschiedenen Fachdisziplinen andere Publikationskulturen und somit keine Möglichkeit der Vergleichbarkeit.

      • 4. Berechnung
      • In Zeitschriften gibt es meist eine sehr ungleiche Verteilung von Zitaten auf Artikel, manche sind hochzitiert, andere nur sehr wenig. Der Mittelwert ist deshalb eigentlich keine geeignete Maßzahl.


      Es gibt noch weitere zeitschriftenbezogene Indikatoren, die die Nachteile von JIF oder CiteScore berücksichtigen und in ihren Kennzahlen verbessern. Dies sind zum Beispiel der SNIP (Source Normalized Impact per Paper), SJR (SCImago Journal Rank) oder Eigenfactor. Diese werden hier aber nicht weiter erläutert.

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