• Quantitative Bewertungsmethoden | Publikationsbezogene Indikatoren

    • Publikationsbezogene Indikatoren messen den Einfluss eines ganz konkreten Werkes. Dabei wird der Fokus auf das reine Zählen von Zitationen gelegt.

      Wo findet man die Zahlen?

      Zitationsdatenbanken zeigen für bestimmte Disziplinen an, welche Publikation wie häufig zitiert wurde und welchen Stellenwert sie dementsprechend im wissenschaftlichen Kontext einnimmt. Im besten Fall sind diese Informationen bereits erfasst und werden in der Übersicht zu einem Eintrag angezeigt. In Zitationsdatenbanken oder in wissenschaftlichen Suchmaschinen wird dafür die Funktion times cited angezeigt. Hier lässt sich erkennen, wie häufig eine Publikation von anderen zitiert wurde (= Zitierrate). Es ist allerdings eine absolute Zahl und kann ohne Vergleichswerte kaum interpretiert werden.

      Beispiel: Zitierrate bei Google Scholar

      Bei Google Scholar wird direkt in der Übersicht angezeigt, wie häufig die entsprechende Publikation zitiert wurde. Stephen Hawkings the large scale structure of space-time wurde beispielsweise 14394x zitiert (Stand: 15.08.2022):

      Zitation von Werk von Stephen Hawking bei Google Scholar

      Abb.: „Zitiert von" in Ergebnislisten-Übersicht bei Google Scholar.

      Und auch auf Stephen Hawkings Autorenseite findet man diese Zahl:

      Zitation von Werk von Stephen Hawking bei Google Scholar über Autorenseite

      Abb.: „Zitiert von" in Nutzerprofil von Autor*innen bei Google Scholar.



          MERKE: Die reine Zahl der Zitationen muss ebenfalls nicht immer ein positives Zeichen sein, wenn z. B. viele andere Wissenschaftler*innen der zitierten Publikation NICHT zustimmen. Dadurch erhöht sich zwar das quantitative Kriterium der Zitationszahl, aber die inhaltliche Qualität wird dennoch infrage gestellt!


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