Quantitative Bewertungskriterien sollen helfen, Informationen objektiv zu bewerten. Wenn du diese Kriterien heranziehst, solltest du dir aber immer folgende Dinge bewusst machen: Quantitative Bewertungskriterien sind berechnete Kriterien, welche die Aufmerksamkeit einer Publikation, einer Zeitschrift oder eines:einer Autor*in ermitteln. Es wird keine qualitative Bewertung vorgenommen! Quantitative Kriterien sollten deshalb niemals ausschließlich für eine Bewertung herangezogen, sondern immer nur ergänzend verwendet werden. Objektive Kriterien würden beispielsweise ohne weitergehende qualitative Beschäftigung mit den Publikationen oder Zeitschriften kein Predatory Publishing erkennen lassen.
MERKE: Hinterfrage jede Informationsquelle kritisch und beurteile sie inhaltlich, bevor du Inhalte daraus übernimmst!
Es gibt ebenfalls genug Möglichkeiten, die berechneten Kriterien zu verfälschen. Selbstzitate oder Zitierkartelle sind zum Beispiel zu nennen. Zudem dienen als Datengrundlage immer nur die Daten, die bei einer bestimmten Datenbank oder Suchmaschine indexiert sind. Dadurch kommen unterschiedliche Werte zustande, was die generelle Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit der quantitativen Bewertungskriterien unter Umständen verringert. Zuletzt kann keine Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Disziplinen hergestellt werden, wodurch die Kriterien ausschließlich innerhalb der Disziplin herangezogen werden sollten. Nichtsdestotrotz können die vorgestellten Indikatoren alle hilfreich und nützlich sein, um Zeitschriften, Artikel oder Autor*innen besser einzuordnen.
: Mehr zu Fake Journals, Fake Science und dem großen Themengebiet Fake News gibt es im Kurs „Fake News & Fake Science“.