• Open Access | Wie funktioniert das?

    • Bei der Veröffentlichung von Publikationen im Open Access wird in der Hauptsache zwischen zwei Wegen differenziert:

      Abb.: Veröffentlichungswege OA.

      1. Goldener Weg: Erstveröffentlichung
      Beim goldenen Weg wird die Publikation ausschließlich als Open Access-Publikation im Internet veröffentlicht, meistens als Artikel in einer Open Access-Zeitschrift. Dafür muss zwar häufig vorab eine Publikationsgebühr gezahlt werden, dafür erfolgt ein Qualitätssicherungsprozess wie bei Closed Access-Publikationen (z. B. Peer Review). Die Publikationsgebühren werden häufig über Publikationsfonds oder aus Institutsmitteln bezahlt. Die veröffentlichte Publikation ist anschließend für alle sofort zugänglich.

      2. Grüner Weg: Zweitveröffentlichung
      Beim grünen Weg werden wissenschaftliche Publikationen im Open Access veröffentlicht, die zusätzlich in einem Verlag erscheinen oder (meist) schon erschienen sind. Man spricht deshalb auch von Zweit- oder Parallelpublikationen. Die Veröffentlichung im Open Access geschieht in der Regel über Repositorien.

      Achtung: Bei Zweitveröffentlichungen kann es sich zwar um ein digitales Pendant zur bereits veröffentlichten Verlagspublikation handeln – ist es häufig aber nicht! Die Verlage können festlegen, dass statt der im Verlag veröffentlichten Publikation ausschließlich das zuletzt eingereichte Manuskript (also ohne Peer Review, Verlagslayout etc.) frei verfügbar gemacht werden darf. Zudem gibt es bei Verlagen meist sogenannte Sperr- oder Embargofristen, durch die ganz grundsätzlich eine Publikation erst nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne im Open Access zweitveröffentlicht werden darf.

      Klick hier ADD-ONADD-ON: Sonderform hybrider Weg

      Bei diesem Weg werden einzelne Artikel aus kostenpflichtigen Zeitschriften nach Zuzahlung zusätzlich vom Verlag im Open Access veröffentlicht. Der Verlag erhält dadurch doppelte Gebühren: Zum einen durch den Verkauf der kostenpflichtigen Zeitschrift, zum anderen von den Autor:innen oder den Bibliotheken für das zusätzliche Publizieren im Open Access. Diese zusätzlichen Einnahmen werden auch als Douple Dipping bezeichnet. Der hybride Weg ist deshalb sehr umstritten.



          MERKE: Open Access-Publikationen über den grünen Weg unterscheiden sich häufig von der publizierten Version im Closed Access (z. B. in Zeitschriften) und sind erst nach Ablauf der Embargofrist (also zu einem späteren Zeitpunkt als diese) verfügbar!


    • Übung: Goldener oder Grüner Weg?





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