• Was sind Fachinformations-dienste?


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      Jedes Jahr werden weltweit unzählige Bücher und Zeitschriften veröffentlicht, die eine einzelne Bibliothek niemals bereitstellen kann. Bis 2015 wurden deshalb sogenannte Sondersammelgebiete (SSG) gefördert, die an einzelnen Bibliotheken angesiedelt waren und sich meist auf eine bestimmte Fachdisziplin beschränkten. Ihr Ziel war der Aufbau eines Gesamtbestandes dieser Fachdisziplin, welcher weit über die Bestände einzelner Hochschulen hinaus geht. Die SSG sollten dafür möglichst jede (inter-)nationale Publikation verfügbar machen. Der aufgebaute Bestand sollte somit die wissenschaftliche Informationsversorgung einer Fachdisziplin abdecken und ebenfalls überregional bereitgestellt werden (über Dokumentenlieferdienste, Fernleihe, elektronisch). Zielgruppe waren Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftler*innen.
      Als Begleitmaßnahme wurden ab den 1990er-Jahren die Sondersammelgebiete um virtuelle Fachbibliotheken (= Fachportale) erweitert, da zunehmend digitale Medien und Publikationen aufkamen. Ziel der virtuellen Fachbibliotheken war die Entwicklung eines Informationsportals mit Rechercheinstrument, über das sowohl auf gedruckte als auch in gleicher Qualität auf digitale Bestände zugegriffen werden kann. Die konkrete Ausgestaltung der verschiedenen Informationsportale der virtuellen Fachbibliotheken war fachspezifisch, gängig waren aber eine fachliche Suchmaschine, eingebundene Kataloge und Datenbanken, Fachinformationen und Dokumentenlieferdienste unter einer Oberfläche. Zum Teil gab es auch die Möglichkeit zum kommunikativen Austausch oder den Zugriff auf bereitgestellte Forschungsdaten.


    • Fachinformationsdienste (FID) sind die Weiterentwicklung von Sondersammelgebieten einzelner Bibliotheken, da Wissenschaftler*innen durch die fortschreitende Digitalisierung geänderte Anforderungen an eine Informationsinfrastruktur haben. Durch die FID soll der Zugriff auf digitale Informationen für die Fachcommunity verbessert werden. Anders als bei den Sondersammelgebieten ist das Ziel nicht der Aufbau eines vollständigen Literaturbestandes eines Fachs, stattdessen orientieren sich die Sammlung der Literatur und weiterer Ressourcen sowie die Entwicklung weiterer Serviceangebote stark am konkreten Spezialbedarf der Fächer. Das bedeutet, dass ein intensiver Austausch zwischen Fachcommunity und Verantwortlichen des FID stattfindet und so die Bedürfnisse der Fächer ausgemacht werden. Gleich geblieben und noch verstärkt ist die Begrenzung der FID auf bestimmte Fächer, Fächergruppen oder Regionen. Fachinformationsdienste ergänzen damit die Informationsinfrastrukturen von Hochschulen.

      Verantwortliche von FID und Hochschul-Professor:innen im engen Austausch

      Abb.: Darstellung Austausch FID und Fachwissenschaft.



          MERKE: Der Spezialbedarf unterscheidet sich je nach Fach. Während FID größerer Fächer zum Beispiel sehr teure Lizenzen für besondere Publikationen beschaffen, stellen FID für kleinere Fächer vielmehr Publikationen aus dem grundlegenden Bedarf bereit, welcher noch nicht ausreichend von den Bibliotheken abgedeckt wird!


    • Ziele

      Fahre mit dem Maus-Cursor über die drei Bereiche. Klicke auf das jeweilige i-Symbol und erfahre mehr über die Ziele von Fachinformationsdiensten.





          MERKE: Ziel von Fachinformationsdiensten ist der Aufbau einer standortübergreifenden Informationsinfrastruktur, die Zugriff auf Spezialliteratur und Forschungsinformationen bietet!


      Zielgruppe
      Zielgruppe sind Fachwissenschaftler*innen und fortgeschrittene Studierende mit tiefergehendem Informationsbedarf. In Zukunft soll die Bekanntheit der Fachinformationsdienste aber gerade bei Studierenden gesteigert werden.

      Welche Fachinformationsdienste gibt es?


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      in angepasster alphabetischer Reihenfolge nach (Deutsche Forschungsgemeinschaft 2022).

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