• ZITIEREN IM TEXT | Zitierstile

    • Der Zitierstil gibt vor, in welcher Reihenfolge die bibliografischen Angaben präsentiert werden, also wie die Angaben angeordnet werden. Außerdem werden die Interpunktionszeichen (Punkte, Komma etc.) und die Typografie (z. B. Kursivierung) angegeben. Zitierstile legen damit die Form der Quellenangabe fest – sowohl für das Zitieren im Text als auch für das Quellenverzeichnis.

      Es gibt verschiedene Zitierstile, zwischen denen unterschieden wird. Sie werden meistens von Institutionen herausgegeben und tragen deshalb oft deren Namen. Insgesamt gibt es tausende Zitierstile, was gerade bei Studierenden zu Beginn des Studiums zu Überforderung führt. Oftmals haben aber die Fachbereiche, einzelne Dozierende oder die Hochschule selbst konkrete Wünsche, an welchen Zitierstil sich die Studierenden halten sollen. Diesen Vorgaben ist immer zu folgen. Prüfe deshalb gleich zu Beginn, ob es seitens Dozent*in oder Fachbereich Vorgaben gibt. Wenn du weißt, welchen Zitierstil du nutzen sollst, solltest du dir zuerst die wichtigsten Zitiervorgaben anschauen und notieren. Vielleicht gibt es in deinem Fach sogar extra Handouts, die die wichtigsten Vorgaben zusammenfassen.


      Bekannte Zitierstile

      Beim Zitieren im Fließtext sind der Kurzbeleg und der erweiterte Kurzbeleg relativ problemlos umzusetzen. Man benötigt in der Regel nur den Namen des/der Autor*in, das Erscheinungsjahr, ggf. den Titel und die Seitenzahl. Vollbelege sind hingegen aufwendiger anzugeben. Hier müssen die Quellenangaben genau wie im Quellenverzeichnis angeführt werden.


      Der Zitierstil wird von der American Psychological Association herausgegeben. Der Quellennachweis erfolgt im Fließtext durch einen Kurzbeleg mithilfe der Angabe von Autor und Jahr. Deshalb nennt man den Zitierstil auch oft vereinfacht Autor-Jahr-System. Vor allem bei direkten Zitaten soll zusätzlich auch die Seitenzahl angegeben werden. Ursprünglich wurde er für die psychologischen Fächer entwickelt, mittlerweile nutzen ihn auch viele weitere Fachbereiche (hauptsächlich Sozialwissenschaften).

      Beispiel: „Ich mag dieses Zitat“ (Mustermann, 2022, S. 147)
      (vgl. APA 2020, 264)

      Beim Chicago-Stil kann man die Quellenangabe in zwei verschiedenen Formen gestalten: Bei der Variante Notes and Bibliography sind im Text selbst keine Quellenangaben vorhanden, sondern lediglich fortlaufende hochgestellte Zahlen, die auf Belege im Fußnotenbereich verweisen. In der Fußnote selbst befindet sich die Quellenangabe: Bei der ersten Nennung wird diese i. d. R. vollständig angegeben, im weiteren Verlauf werden dann meist nur noch Kurzbelege angeführt (Name, Titel oder Jahr, Seite)

      Beispiel Chicago-Stil Notes and Bibliography; Fußnote und dann Vollbeleg.

      (vgl. The University of Chicago 2017a)

      Fälschlicherweise wird häufig nur diese Form der Quellenangabe mit Fußnoten für den Chicago-Stil angeführt. Es gibt allerdings noch eine zweite Möglichkeit: In der Variante Author-Date wird mit Kurzbelegen im Fließtext gearbeitet.

      Beispiel: „Ich mag dieses Zitat“ (Mustermann 2022, 147)
      (vgl. The University of Chicago 2017b)

      Die Modern Language Association of America (MLA) veröffentlichte diesen Zitierstil zu Beginn für die Sprach- und Literaturwissenschaften. Auch bei diesem Zitierstil werden die Quellenangabe in Klammern im Fließtext mithilfe eines Kurzbelegs angeführt, um die vollständige Quellenangabe dann im Literaturverzeichnis anzuführen. Anders als bei APA orientiert sich der Kurzbeleg aber nicht an Autor und Jahr, sondern an Autor und Seitenzahl. Der MLA-Zitierstil wird hauptsächlich in den Geisteswissenschaften genutzt.

      Beispiel: „Ich mag dieses Zitat“ (Mustermann 147)
      (vgl. MLA Style Center o. J.)

      Die drei Zitierstile sind die bekanntesten und werden in englischer Sprache veröffentlicht. Aus diesem Grund übersetzen viele Fachbereiche diese und modifizieren sie zusätzlich, vor allem in Bezug auf die verwendeten Satzzeichen. Zu Beginn solltest du deshalb auf jeden Fall überprüfen, mit welchem Zitierstil du arbeitest. Davon hängt schlussendlich ab, wie genau du im Fließtext zitieren musst.
    • Klick hier ADD-ONADD-ON: Mehrere Autor*innen

      Sobald ein Werk von mehr als zwei oder drei (abhängig je nach Zitierstil) Autor*innen verfasst oder herausgegeben wurde, wird in der Regel im Fließtext nur der Name des*r erstgenannten Autors*in angeführt. Anschließend erfolgt der Zusatz u. a. (und andere) oder et al. (et alii und andere). Im Quellenverzeichnis werden dann aber alle Namen angegeben. (Mustermann u. a. oder Mustermann et al.)




      Klick hier ADD-ONADD-ON: Seitenzahlen

      Wie bereits gesehen, werden zur besseren Auffindbarkeit Seitenzahlen angegeben. Dadurch kann der Leser genau nachvollziehen, wo der zitierte Text gefunden werden kann. Wenn sich ein Zitat auf mehreren Seiten befindet, kann man dies je nach Zitierstil auch abkürzen:

      • Zitat befindet sich auf zwei Seiten: [S.] 7f. (f steht für folgende)
      • Zitat befindet sich auf mehr als zwei nachfolgenden Seiten: [S.] 7ff. (ff steht für fortfolgende)
      • Zitat befindet sich auf längerem Abschnitt/Seitenspanne: [S.] 7–35

      Neben Seitenangaben können bei anderen Medien als Büchern auch andere Angaben genutzt werden, um die Fundstelle zu identifizieren. Bei audiovisuellen Medien beispielsweise ein Zeitstempel (Mustermann 00:01:23), bei Präsentationen eine Foliennummer.



    •     TIPP: Wenn aus derselben Quelle unmittelbar nacheinander mehrmals zitiert wird, reicht es bei der zweiten und den folgenden Nennungen aus, den Hinweis „ebd. (+ ggf. Seitenzahl)“ anzugeben. Die ausführliche Quellenangabe kann dann entfallen. Ebenda steht für „am gleichen Ort/am zuletzt angegebenen Ort“!



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