Google Scholar
ist eine Hybridsuchmaschine für die Recherche nach wissenschaftlichen
Publikationen.
Was findet man?
Mithilfe von Google Scholar findest du bibliografische Angaben und Angaben zur Zitationshäufigkeit von Fachartikeln, Aufsätzen und weiteren Publikationen aus allen Fachgebieten. Häufig sind - aus den Universitätsnetzen - entsprechende Dokumente über Verlinkung zu lizenzierten Datenbank- und Verlagsangeboten unmittelbar im Volltext verfügbar.
Im Gegensatz zu Fachdatenbanken, deren Suche auf Daten zu bibliografischen Angaben und dem Inhalt von Abstracts basiert, erfasst Google Scholar beim Crawling den Volltext, also den gesamten Text eines Dokuments. Dies bietet insbesondere Vorteile für die thematische Suche, da weder Autor*innen noch Titel einer Publikation bekannt sein müssen, um diese zu finden.
+ Pluspunkt: Zitationsangaben und Kontextualisierung
In den Trefferlisten und
Nutzerprofilen von Autor*innen werden bei Google Scholar Angaben zur
Zitationshäufigkeit einer Publikation gegeben.
Anhand
der Zitationsangaben erhältst du Zugang zu weiteren Publikationen, die
explizit Bezug auf die zugrunde liegende Publikation herstellen. Über
die Zitierhäufigkeit kannst du Hinweise auf die Relevanz bzw.
Rückschlüsse auf das Maß der Diskussionswürdigkeit eines Themas ziehen.
Über Eigenschaften
wie „Zitation“, „Autorschaft“ oder auch „ähnliche Artikel“ werden
Publikationen in ihrem diskursiven Zusammenhang eingebettet dargestellt. So kannst du zum Beispiel Themen und Akteure einer wissenschaftlichen Diskussion
ermitteln.
Abb.: Verweiszusammenhang zwischen Dokumenten über Zitation.
- Minuspunkt: Unzureichende Vollständigkeit
Durch das
Verfahren des Crawlings ist der Datenbestand von Google Scholar unvollständig,
da die Publikationen nicht systematisch, sondern anhand von Verweisen innerhalb
der Dokumente erfasst werden. Im Vergleich dazu erfassen
Literaturdatenbanken bei der Auswertung von Zeitschriften alle Artikel vollständig.
„Da
gerade bei wissenschaftlichen Recherchen aber oft Vollständigkeit angestrebt wird, ergeben
sich gravierende Nachteile daraus, ausschließlich bei Google Scholar zu recherchieren. Die Suchmaschine sollte
vielmehr als wertvolle Ergänzung der Recherche gesehen werden.“ (Lewandowski 2018, 273)
Abb.: Schematische Darstellung der unvollständigen Erfassung durch Crawling.
MERKE: Bei Google Scholar findet keine Kontrolle der Wertigkeit der Publikation statt:
Seminararbeiten werden gleichberechtigt mit hochwertigen akademischen
Veröffentlichungen angezeigt.
Suchmaske Google Scholar— Learning by Doing
Stelle sicher, dass du dich mit deinem digitalen Endgerät im Universitätsnetz befindest. Gehe auf die Seite [https://scholar.google.de] oder klicke auf die unten stehende Grafik.
Mach dich dort mit der Suchmaske vertraut. Welche Einstellungen kannst du vornehmen, um die Suche zu filtern und zu begrenzen?
Probiere z. B.:
Die „erweiterte Suche/Advanced search“ zu finden (Welche Parameter kannst Du bestimmen?).
Finde „Einstellungen/Setting“. Ist deine Bibliothek bereits in den Bibliotheks-Zugriffslinks eingetragen?
Welche Möglichkeiten hast Du zur Einstellung von „Sprachen/Languages“?
Suche nach einem Dokument: Finde z. B. exakt den Titel „Suchmaschinen verstehen“ von Dirk Lewandowski (In welchem Verlag ist diese Publikation erschienen?).
Probiere eine thematische Suche: Suche z. B. nach „Nachhaltigkeit“ oder „Kommunikation“ (variieren, kombinieren oder übersetze die Begriffe).
Suche nach bestimmten Autor*innen: Suche z. B. eine*n deiner Professor*innen oder eine*n Wissenschaftler*in, deren/dessen Arbeit dich interessiert (Kannst du ein Nutzerprofil einsehen?)
? IST ES DIR AUFGEFALLEN? Als Nutzer*in musst du dich auf das Ranking von Google Scholar verlassen. Es besteht kaum die Möglichkeit, Treffer gezielt zu sortieren.
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