Der Begriff der Digitalisierung begegnet uns in der heutigen Gesellschaft immer wieder. Die Digitalisierung lässt sich für die Betrachtung der Entwicklung von Algorithmen grob in zwei Phasen unterteilen:
Die erste Phase der Digitalisierung war mit der zunehmenden Verbreitung und Nutzung von Computern in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbunden. In dieser Phase ging es darum, analoge Medien in digitale, maschinell bearbeitbare Medien umzuwandeln. Das bedeutet, dass Bilder, Bücher, physikalische Eigenschaften, die von Sensoren gemessen werden usw. entweder in ein digitales Format umgewandelt oder direkt digital erfasst werden, sodass sie von Computern gespeichert und verarbeitet werden können. Diese Digitalisierungsphase ermöglichte es, Arbeits- und Produktionsprozesse mit Computern zu automatisieren.
Da Prozesse einem Wandel unterliegen, müssen diese unter Umständen angepasst und verändert werden. Der Mensch besitzt die intellektuelle Fähigkeit zu lernen und Anpassungen bei Veränderung der Arbeits- oder Prozessumgebung vorzunehmen.
Die zweite Phase der Digitalisierung zielte darauf ab, diese Fähigkeit auf Computersysteme zu übertragen. Genauer gesagt wurden in dieser Phase Algorithmen entwickelt, die durch Datenanalyse und -verarbeitungstechniken - wie Maschinelles Lernen (ML) - aus den Daten lernen, was sie tun müssen und was bei Veränderung angepasst werden muss. Dies verhält sich ähnlich wie beim Menschen. Da sich die Datengrundlage verändert hat, müssen wir unsere Handlungs- und Entscheidungsbedingungen entsprechend anpassen. Wie genau wir das machen, hängt von der eigenen bisherigen Lebenserfahrung ab.