Die Automatisierung von Prozessen bedeutet, dass diese von einer autonomen Einheit (z. B. einem Computer) kontrolliert und gesteuert werden und der Mensch nur noch überwacht. Um einen Prozess zu automatisieren, muss er durch einen Algorithmus nach dem EVA-Prinzip beschreibbar sein.
Es gibt viele Vorteile einer Automatisierung von Arbeits- oder Produktionsprozessen: - Höhere Produktivität und damit Wirtschaftlichkeit (die Arbeitsabläufe werden schneller, eine Maschine kann 24 Stunden am Tag arbeiten und braucht keine Pause) - Geringere Fehlerzahl und damit höhere Effektivität (Menschen ermüden und verlieren an Konzentration, gerade bei monotonen Aufgaben). - Niedrigere Kosten (Mitarbeiter*innen können anspruchsvollere Aufgaben erledigen, Einarbeitungszeit neuer Mitarbeiter*innen entfällt, geringere Energiekosten, auch ungeschulte Personen können den Prozess anwenden). - Höhere und gleichbleibende Qualität (immer vorausgesetzt, der Algorithmus ist richtig angewandt). - Der Prozess ist leicht analysierbar, Fehler lassen sich gut erkennen und beheben. - Anstrengende und gefährliche Arbeitsprozesse können durch Roboter erledigt werden.
Diesen Vorteilen stehen aber auch einige Nachteile gegenüber: - Anwender*innen verfügen nicht über das Wissen, mit denen das Verfahren entwickelt wurde. Dadurch können sie den Prozess nicht auf ein neues Produkt oder einen neuen Arbeitsablauf übertragen. - Bei komplexen Produktionssystemen kann es schwierig sein, die Ursache für Fehler zu finden und zu beseitigen, falls es zu Störungen kommt. - Der Algorithmus muss überarbeitet werden, wenn sich der Prozess ändert. Die Welt ist im ständigen Wandel, sodass auch Algorithmen und Prozesse kontinuierlich überarbeitet werden müssen. - Hohe Anschaffungskosten für die Hardware und die immer wieder notwendigen Anpassungen.