• Intro Potenzen, Wurzeln, Logarithmen
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      Datum Sep 28, 2026
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      Intro Potenzen, Wurzeln, Logarithmen
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      Willkommen!

      In der Kurzversion dieser Lerneinheit werden wir uns mit folgenden Themen beschäftigen:
      • Potenzgesetze
      • Wurzeln
      • Logarithmen zu verschiedenen Basen
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      Die Darstellung der Mathematik in diesem Kurs unterscheidet sich vermutlich in einigen Teilen von der, die Ihnen aus der Schule bekannt ist. Der Grund hierfür ist, dass der StudiKurs Mathematik über das reine Wiederholen von Schulwissen hinaus eine Brücke zur Hochschulmathematik darstellt und sich daher bereits an der Schreibweise orientiert, welche Ihnen an der Hochschule voraussichtlich begegnen wird.
      Ausführlichere Lernmaterialien zur intensiven Beschäftigung mit dem Thema finden Sie in Form der Langlerneinheiten zu diesem Wissensbereich.
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      Einstiegsaufgabe

      Vor einigen Jahren wollte eine Bankkundin 2000 € anlegen, um sich zu ihrem Renteneintritt 18 Jahre später ein neues Auto kaufen zu können.
      Sie hatte damals zwei Angebote verschiedener Banken:
      • Bank A bot ihr jährlich 4,9% Zinsen an. Die Zinsen sollte sie laut Angebot immer zum Jahresende erhalten und sie würden ab dem darauffolgenden Jahr mit verzinst werden.
      • Bank B bot ihr monatlich 0,4% Zinsen an, auf die sie dann schon ab dem jeweils darauffolgenden Monat Zinseszinsen erhalten würde.
      Welches Angebot ist besser?
      Sie führt zuerst eine Überschlagsrechnung durch:
      • Bei Bank A erhält sie jährlich 4,9% Zinsen.
      • Bei Bank B erhält sie jeden Monat 0,4% Zinsen, also im Verlauf eines Jahres ungefähr 12·0,4%=4,8%. Allerdings erhält sie hier monatlich auf die schon ausgezahlten Zinsen noch Zinseszinsen, sodass insgesamt etwas mehr als 4,8% herauskommen muss. Ob es mehr als 4,9% sein werden, kann sie so leicht aber nicht abschätzen.
      Die Überschlagsrechnung reicht ihr daher nicht und sie versucht, es genauer auszurechnen.
      Aufgabe 1
      Welcher jährliche Zinssatz entspricht dem Angebot von Bank B?
      Wenn Sie sich mit Zinsrechnung bereits auskennen, können Sie hier direkt Ihr Ergebnis überprüfen. Geben Sie es dazu in Prozent auf drei Nachkommastellen gerundet an. Ansonsten werden Sie auf den folgenden Seiten Schritt für Schritt an die Lösung herangeführt.
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      Sie werden auf den folgenden Seiten Schritt für Schritt an die Lösung herangeführt.
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      Um die beiden Angebote vergleichen zu können, möchte die Bankkundin ausrechnen, welchem jährlichen Zinssatz die 0,4% monatlichen Zinsen entsprechen, die Bank B anbietet.
      Aufgabe 2
      Betrachen Sie Bank B. Tragen Sie dazu zunächst in folgende Tabelle das Kapital nach einem, zwei und drei Monaten ein, jeweils auf zwei Nachkommastellen gerundet. Sie dürfen einen Taschenrechner verwenden.
      Zeit in Monaten Rechenformel Kapital (in €, auf ganze Cent gerundet)
      0 2000,00·1 2000,00
      1
      2
      3
      ... ... ...
      12
      Kontrolle
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      Nach einem Monat besitzt die Bankkundin ihr Startkapital von 2000 € und zusätzlich 0,4% der 2000 € als Zinsen. 0,4% ist eine andere Schreibweise für 0,004 (wenn Sie sich noch einmal mit Prozentrechnung beschäftigen möchten, sehen Sie sich den Kurs „Zahlendarstellung“  an.)
      Also hat die Kundin nach einem Monat:
      2000 € +0,004·2000 € =2000·1,004=2008,00 €

      Nach einem weiteren Monat besitzt sie 2008,00 € zuzüglich 0,4% der 2008,00 € , denn sie erhält nun auf ihr gestiegenes Kapital, also auf die 2008,00 € , Zinsen. Also hat sie nach zwei Monaten:
      2008,00 € +0,004·2008,00 € =2008,00 € ·1,004

      Man kann für 2008,00 € aber auch einsetzen, woher dieser Wert stammt, nämlich 2000 € ·1,004. Dann lautet die Rechnung:
      (2000 € ·1,004)·1,004=2000 € ·1,0042 =2016,03 €
      Diese Schreibweise ist besser, weil man mit ihrer Hilfe die allgemeine Formel erkennen kann.
      Analog kann man auch das Kapital nach drei Monaten ausrechnen, wobei sie nun auf die 2000 € ·1,0042 wieder 0,4% Zinsen erhält und somit insgesamt folgenden Betrag besitzt:
      (2000 € ·1,0042 )·1,004=2000 € ·1,0043 =2024,10 €
      Es steht also immer die Anzahl der Monate, die seit Beginn der Geldanlage vergangen sind, im Exponenten des Faktors 1,004. Daher ergibt sich nach zwölf Monaten:
      2000 € ·1, 00412 =2098,14 €

      Daraus ergibt sich folgende Tabelle:
      Zeit in Monaten Rechenformel Kapital in €
      0 2000·1 2000,00
      1 2000·1,004 2008,00
      2 2000·1,0042 2016,03
      3 2000·1,0043 2024,10
      ... ... ...
      12 2000·1, 00412 2098,14
      Aufgabe 3
      Können Sie daraus, wie Sie die Rechnung für die Tabelle durchgeführt haben, eine allgemeine Formel aufstellen?
      Bezeichnen Sie hierbei das Startkapital mit K0 und das Kapital nach m Monaten mit Km .
      Das Kapital nach m Monaten bei Bank B kann man dann mit folgender Formel berechnen:
      Km =
      · K0 .
      Kontrolle
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      Erinnerung an die Prozentrechnung: 0,4%=0,004.
      Überlegungen:
      Nach einem Monat hat die Bankkundin weiterhin das eingezahlte Kapital und zusätzlich 0,4% des Kapitals als Zinsen, also insgesamt:
      K1 = K0 +0,004· K0 =(1+0,004)· K0 =1,004· K0
      Nach dem zweiten Monat hat sie das schon gestiegene Kapital K1 und zusätzlich 0,4% des gestiegenen Kapitals als Zinsen:
      K2 = K1 +0,004· K1 =(1+0,004)· K1 =1,004· K1
      Für K1 kann man auch die Formel einsetzen, die wir gerade schon gefunden hatten, also: K1 =1,004· K0 . Dann ergibt sich:
      K2 =1,004· K1 =1,004·1,004· K0 =1,0042 · K0
      Nach drei Monaten erhält die Bankkundin auf das Kapital K2 wiederum 0,4% Zinsen, also:
      K3 =1,004· K2 =1,004·1,0042 K0 =1,0043 · K0
      Man kann jetzt schon eine Regel ablesen: Mit jedem Monat kommt ein Faktor 1,004 dazu. Anders ausgedrückt: Mit jedem Monat erhöht sich die Potenz des Vorfaktors 1,004 um Eins.
      Nach m Monaten lautet die Formel also:
      Km =1, 004m · K0

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      Aufgabenstellung noch einmal ansehen
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      Eine Bankkundin wollte vor einigen Jahren Geld anlegen. Sie hatten 2000 € zur Verfügung und zwei verschiedene Angebote von Banken:
      • Bank A bot ihr jährlich 4,9% Zinsen an.
      • Bank B bot ihr monatlich 0,4% Zinsen an.
      Welches Angebot ist besser?
      Die Bankkundin hat also ermittelt, dass ihr Kapital bei Bank B nach m Monaten gemäß der Formel
      Km =1, 004m · K0

      angewachsen ist. Nach einem Jahr, also m=12 Monaten, beträgt es also:
      K12 =1, 00412 · K0 ≈1,04907· K0

      Man kann also sagen, dass Bank B 4,907% Zinsen im ersten Jahr angeboten hat.
      Da sie bei Bank A nur 4,9% jährliche Zinsen erhält, scheint das Angebot von Bank B etwas besser zu sein.
      Aufgabe 4
      Ist das Angebot von Bank B generell besser oder gilt nur nach dem ersten Jahr, dass der Kapitalzuwachs bei Bank B größer ist?
      Das Angebot von Bank B ist bei jedem beliebigen Anlagezeitrahmen besser.
      Das Angebot von Bank B ist nicht bei jedem beliebigen Anlagezeitrahmen besser.
      Kontrolle
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      Das Angebot von Bank B ist bei jedem beliebigen Anlagezeitrahmen besser, wie auf der nächsten Seite erklärt wird.
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      Aufgabenstellung noch einmal ansehen
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      Eine Bankkundin wollte vor einigen Jahren Geld anlegen. Sie hatten 2000 € zur Verfügung und zwei verschiedene Angebote von Banken:
      • Bank A bot ihr jährlich 4,9% Zinsen an.
      • Bank B bot ihr monatlich 0,4% Zinsen an.
      Welches Angebot ist besser?
      Ist das Angebot von Bank B generell besser oder gilt nur nach dem ersten Jahr, dass der Kapitalzuwachs bei Bank B größer ist?
      Das Angebot von Bank B ist unabhängig vom Anlagezeitraum besser. Denn (wie die Bankkundin korrekt berechnet hat) steigt das Kapital bei Anlage bei Bank B gemäß der Formel:
      Km =1, 004m · K0 .

      nach m Monaten an. Man kann hieraus die Formel ablesen, nach der es innerhalb von n Jahren ansteigt:
      Da jedes Jahr aus 12 Monaten besteht, entwickelt sich das Kapital bei Anlage bei Bank B nach n Jahren, also m=12·n Monaten, gemäß folgender Formel:

      Kn =1, 00412·n · K0 .

      Es wurden also zwei Formeln für das Kapital Kn nach n Jahren gefunden:
      • Bank A: Kn =1, 049n · K0
      • Bank B: Kn =1, 00412·n · K0
      Man kann natürlich jetzt Zahlen einsetzen und ausrechnen, bei welcher dieser beiden Zinssätze die Bankkundin nach einer bestimmten Anzahl von Jahren mehr Kapital hat. Eleganter ist es jedoch, das allgemeinere Problem zu lösen:
      Bei welcher Bank wächst das angelegte Kapital schneller an?
      Um die Formeln vergleichen zu können, muss man die Regeln der Potenzrechnung kennen (siehe auch ). Eine davon lautet:
      am·n = ( am )n

      Aufgabe 5
      Was bedeutet das, angewendet auf die hier vorliegende Formel?
      1, 00412·n =1, 00412 ·1, 004n
      1, 00412·n =(1, 00412 )n
      1, 00412·n =1, 00412 ·n
      Kontrolle
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      Um die Formel xa·b =( xa )b auf das hier vorliegende Problem zu übertragen, überlegt man sich, was x, a und b hier sind. Der betrachtete Term lautet hier: 1, 00412·n
      Also ergibt sich beim Vergleichen: x=1,004, a=12 und b=n
      Daraus ergibt sich, dass auf der rechten Seite, wo in der Formel ( xa )b stand, im vorliegenden Fall stehen muss: (1, 00412 )n
      Wenn man den Term, der kein n enthält, mithilfe eines Taschenrechners ausrechnet, kann man die beiden Zinssätze gut vergleichen. Bank B bietet also:

      Kn =1, 00412·n · K0  ≈ 1, 04907n · K0

      und daher einen geringfügig höheren jährlichen Zinssatz, nämlich 4,907%, während Bank A mit:
      Kn =1, 049n · K0

      „nur“  4,9% jährliche Zinsen anbietet.
      Bank B bietet also unabhängig von der Laufzeit die besseren Konditionen.
      Der Unterschied ist allerdings sehr gering und macht sich daher erst bei großen Anlagesummen und/oder langen Anlagezeiträumen deutlich bemerkbar.
      Info 1
      Der jährliche Zinssatz, der dem Angebot einer Bank entspricht, heißt effektiver Jahreszins. Er erlaubt das Vergleichen verschiedener Angebote.
      Weitere Infos:
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      Ein weiteres Angebot

      Betrachten wir nun den Fall, dass die Bankkundin damals ein weiteres Angebot von Bank C hatte: Wenn sie 2000 € für 20 Jahre statt der eigentlich geplanten 18 Jahre fest anlegt (also während der Laufzeit das Geld nicht abheben kann), würde sie nach Ablauf der 20 Jahre 4800 € erhalten.
      Sie hatte also insgesamt drei verschiedene Angebote:
      • Bank A bot ihr jährlich 4,9% Zinsen an.
      • Bank B bot ihr monatlich 0,4% Zinsen an.
      • Bank C bot ihr an, dass sie bei der gewünschten Anlagesumme von 2000 € nach 20 Jahren 4800 € erhalten würde.
      Um das neue Angebot mit den beiden anderen zu vergleichen, wollte die Bankkundin den jährlichen Zinssatz bei Bank C ausrechnen.
      Sie stellte dafür folgende Gleichung auf:
      (1+x )20 ·2000 € =4800 €

      Hierbei steht x für den jährlichen Zinssatz (geschrieben als Dezimalzahl, wie z.B. 0,049 beim Angebot von Bank A).
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      Um den jährlichen Zinssatz x des Angebotes von Bank C zu ermitteln, musste sie also folgende Gleichung lösen:
      (1+x )20 ·2000 € =4800 €

      Um die Gleichung aufzulösen, dividierte sie zunächst durch 2000 € :
      (1+x )20 ·2000 € = 4800 €         | :2000 € (1+x )20 = 4800 € 2000 € (1+x )20 = 2,4

      Aufgabe 6
      Was ergibt sich nun also für x? Nutzen Sie eine Funktion Ihres Taschenrechners oder probieren Sie es mit der Potenztaste systematisch aus.
      Runden Sie auf drei Nachkommastellen.
      x=
      Kontrolle
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      Hier muss man die 20-te Wurzel ziehen. Es ergibt sich also:
      (1+x )20 =2,4 ⇔ 1+x=2,420≈1,045 ⇔ x=0,045

      Dieses Angebot entspricht also einem jährlichen Zinssatz von 4,5%.
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      Eine Bankkundin wollte vor einigen Jahren Geld anlegen. Sie hatten 2000 € zur Verfügung und drei verschiedene Angebote von Banken:
      • Bank A bot ihr jährlich 4,9% Zinsen an.
      • Bank B bot ihr monatlich 0,4% Zinsen an.
      • Bank C bot ihr an, dass sie bei der gewünschten Anlagesumme von 2000 € nach 20 Jahren 4800 € erhalten würde.
      Aufgabe 7
      Der Zinssatz war also bei Bank B am höchsten. Wieviel Geld hätte die Bankkundin nach 18 Jahren, wenn sie ihr Kapital von 2000 € bei Bank B anlegt?
      Rechnen Sie mit einem effektiven Jahreszins von 4,907% und runden Sie das Ergebnis auf zwei Nachkommastellen.
      Nach 18 Jahren hätte die Bankkundin: €
      .
      Kontrolle
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      Um das angesparte Kapital auszurechnen, benutzt man die Formel für das Kapital nach n Jahren und setzt n=18 ein:
      K 18 Jahre =1, 0490718 ·2000 € =4737,08 €

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      Ein anderer Anlagezeitraum

      Da die Bankkundin plante, sich von ihrem angesparten Geld ein Auto im Wert von 8000 € zu kaufen, reichte ihr der Betrag, den Bank B ihr bei einem Anlagezeitraum von 18 Jahren anbot, jedoch nicht aus.
      Sie überlegte sich daher, dass sie das Geld über einen längeren Zeitraum anlegen würde, nämlich bis sie mindestens 8000 € hätte.
      Wie viele Jahre lang muss sie ihr Kapital von 2000 € bei Bank B zu einem jährlichen Zinssatz von 4,907% anlegen, um am Ende mindestens 8000 € zu erhalten?
      Sie rechnet:
      2000 € ·1, 04907x ≥8000 €

      Das x steht hierbei für die gesuchte Zeit (in Jahren), nach denen sie den Kleinwagen kaufen kann. Sie möchte also ermitteln, nach wie vielen Jahren sie genug Geld hätte.
      Aufgabe 8
      Diese Frage kann man durch Ausprobieren lösen: Ab welchem ganzzahligen Wert x gilt die Ungleichung 2000 € ·1, 04907x ≥8000 € ?
      Probieren Sie es aus!
      Nach
      Jahren hätte die Bankkundin mehr als 8000 € angespart.
      Kontrolle
      Lösung anzeigen
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      Es ist schon bekannt, dass das nach 18 Jahren angesparte Kapital nicht ausreicht. Man muss also nur Werte von x ausprobieren, die größer als 18 sind.
      Man probiert also aus: Für x=19 lautet die linke Seite der Ungleichung 2000 € ·1, 0490719 =4969,53 € Dies ist also offensichtlich immer noch weniger als 8000 € , also ist die Ungleichung noch nicht erfüllt.
      Für x=20 lautet die linke Seite der Ungleichung 2000 € ·1, 0490720 =5213,38 € Auch das ist noch deutlich weniger als 8000 € .
      Als nächstes kann man daher direkt einen größeren Wert für x einsetzen, z.B. x=25 und man erhält: 2000 € ·1, 0490725 =6624,33 € . Auch das ist noch weit von 8000 € entfernt, sodass man noch einen weiteren Sprung machen kann und z.B. x=30 ausprobieren könnte: 2000 € ·1, 0490730 =8417,13 €
      Da also x=25 zu niedrig und x=30 zu hoch ist, kann man z.B. x=27 testen: 2000 € ·1, 0490727 =7290,39 € . Da dies noch weniger als 8000 € ist, versucht man es mit x=28 und erhält: 2000 € ·1, 0490728 =7648,13 € . Auch das ist noch zu wenig, also probiert man es mit x=29 und berechnet: 2000 € ·1, 0490729 =8023,42 € .
      Nach 29 Jahren hat sie also mehr als 8000 € angespart.
      Wir haben hier nur ganzzahlige Werte betrachtet, weil die Bank nur jährlich (bzw. monatlich) Zinsen auszahlt und die Kundin ohnehin nur grob wissen will, wie lange sie warten muss, bis das angesparte Geld ausreicht.
      Auf den nächsten Seiten erfahren Sie, wie man dieses Problem graphisch und rechnerisch lösen kann.
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      Eine Bankkundin wollte vor einigen Jahren Geld anlegen. Sie hatten 2000 € zur Verfügung und drei verschiedene Angebote von Banken:
      • Bank A bot ihr jährlich 4,9% Zinsen an.
      • Bank B bot ihr monatlich 0,4% Zinsen an.
      • Bank C bot ihr an, dass sie bei der gewünschten Anlagesumme von 2000 € nach 20 Jahren 4800 € erhalten würde.
      Sie entschied sich für Bank B und wollte ihr Geld so lange anlegen, bis sie mindestens 8000 € angespart hätte.
      Um zu ermitteln, nach wie vielen Jahren sie sich den Kleinwagen kaufen kann, muss die Bankkundin also die Lösung folgender Exponentialgleichung (bzw: Ungleichung, denn sie möchte ja mindestens 8000 € ansparen) finden:
      2000 € ·1, 04907x ≥8000 €

      Man kann sich das Problem graphisch veranschaulichen, indem man eine Funktion f definiert mit der Funktionsvorschrift
      f(x)=2000 € ·1, 04907x

      Aus dem Graphen der Funktion kann man nun ablesen, ab welchem x-Wert sie Funktionswerte f(x)≥8000 € annimmt.
      3_kv_plot_logarithmusloesen.png
      Aufgabe 9
      Lesen Sie aus dem Graphen ab, nach wie vielen Jahren die Bankkundin genug Geld angespart hat! Sie muss
      Jahre sparen.
      Kontrolle
      Lösung anzeigen
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      Man muss hierzu auf der y-Achse den Punkt suchen, der 8000 € entspricht. Dann folgt man der waagerechten Linie bis zu ihrem Schnittpunkt mit dem Funktionsgraphen. Alle Funktionswerte, die größer sind als 8000 € liegen nun oberhalb dieser Linie.
      Als nächstes ermittelt man, zu welchen x-Werten die Funktionswerte gehören, die oberhalb der 8000 € -Linie liegen, und man erkennt (siehe senkrechte Linie nach unten), dass alle Funktionswerte ab einem x-Wert knapp unter x=29 zu den Funktionswerten y≥8000 € gehören.
      Ab x=29 Jahren hat sie also mehr als 8000 € angespart, bei x=28 Jahren sind es noch weniger als 8000 € .
      Man kann das Problem auch rechnerisch lösen:

      2000 € ·1, 04907x ≥8000 €

      Um sich die Rechnung zu erleichtern, betrachtet man zunächst die Gleichung
      2000 € ·1, 04907x =8000 €

      statt der Ungleichung. Da das angesparte Kapital im Laufe der Zeit immer größer wird (und nicht etwa wieder abnimmt), weiß man, dass die Lösung dieser Gleichung den Zeitpunkt angibt, an dem sie rechnerisch, wenn sie die Zinsen kontinuierlich erhalten würde, genau 8000 € angespart hätte.
      Um die Gleichung aufzulösen, dividiert man zunächst beide Seiten durch den Term 2000 € und erhält:
      1, 04907x =4

      Mit Potenz- oder Wurzelrechnung kommt man hier nicht weiter. Um x zu bestimmen, benötigt man , die man mit dem Taschenrechner bestimmen kann.
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      Aufgabenstellung noch einmal ansehen
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      Eine Bankkundin wollte vor einigen Jahren Geld anlegen. Sie hatten 2000 € zur Verfügung und drei verschiedene Angebote von Banken:
      • Bank A bot ihr jährlich 4,9% Zinsen an.
      • Bank B bot ihr monatlich 0,4% Zinsen an.
      • Bank C bot ihr an, dass sie bei der gewünschten Anlagesumme von 2000 € nach 20 Jahren 4800 € erhalten würde.
      Sie entschied sich für Bank B und wollte ihr Geld so lange anlegen, bis sie mindestens 8000 € angespart hätte.
      Es ist also zunächst die Lösung folgender Gleichung gesucht:
      1, 04907x =4

      Diese Gleichung kann man mithilfe des Taschenrechners lösen. Dafür muss man folgendes Logarithmengesetz kennen (siehe auch ):
      logb ( ax )=x· logb (a)

      Diese Regel kann man auf zwei verschiedene Arten zur Lösung der hier vorliegenden Gleichung verwenden:
      1. Berechnung mithilfe des Zehnerlogarithmus:
      Auf jedem wissenschaftlichen Taschenrechner findet man eine log10 -Taste (oft auch nur mit log oder sogar nur mit lg beschriftet). Mit dieser Taste kann man Logarithmen zur Basis 10 berechnen.
      Angewendet auf obiges Logarithmengesetz bedeutet das, dass wir die Basis b=10 wählen. Der Term ax im Logarithmengesetz entspricht in unserer Gleichung dem Term 1, 04907x , das heißt hier gilt a=1,04907, und das x im Logarithmengesetz entspricht dem x in unserer Gleichung. Man rechnet daher:

      1, 04907x = 4    |  log10 log10 (1, 04907x ) = log10 (4)    |  Logarithmengesetz x· log10 (1,04907) = log10 (4)    | : log10 (1,04907) x = log10 (4) log10 (1,04907)

      Aufgabe 10
      Berechnen Sie x mithilfe Ihres Taschenrechners! Runden Sie das Endergebnis auf eine Nachkommastelle.
      x= log10 (4) log10 (1,04907) =
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      x= log10 (4) log10 (1,04907) ≈ 0,60206 0,02080 ≈28,945≈28,9
      Auf eine Nachkommastelle gerundet ergibt sich also x=28,9.
      2. Berechnung mithilfe des Logarithmus zur Basis 1,04907:
      Bei den meisten Taschenrechnern ist es möglich, auch Logarithmen zu beliebigen Basen ausrechnen zu lassen. Hierfür gibt es oft eine logb -Taste oder die Möglichkeit, bei Verwendung der log-Taste sowohl eine Basis als auch ein Argument einzugeben.
      Die Rechnung ist dann deutlich kürzer:
      1, 04907x = 4            |  log1,04907 x = log1,04907 (4)

      Aufgabe 11
      Berechnen Sie x mithilfe des Logarithmus zur Basis 1,04907 mit Ihrem Taschenrechner! Runden Sie auf eine Nachkommastelle.
      x= log1,04907 (4)=
      Kontrolle
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      x= log1,04907 (4)≈28,939≈28,9
      Auf eine Nachkommastelle gerundet ergibt sich also auch hier x=28,9. Die leichte Abweichung zum Ergebnis bei Verwendung des Zehnerlogarithmus kommt durch Rundungsfehler zustande.
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      Datum Sep 28, 2026
      orca_pwl_intro_
      Intro Potenzen, Wurzeln, Logarithmen
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      Rechnerisch ergibt sich also x=28,9 Jahre. Da die Bank die Zinsen aber nicht kontinuierlich (also täglich, stündlich...) auszahlt, lautete die Frage, nach wie vielen vollen Jahren die Bankkundin genug Geld angespart hat.
      Aufgabe 12
      Wann ist dies also der Fall?
      Nach
      Jahren.
      Kontrolle
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      Da für x=28,9 errechnet wurde, besitzt sie nach 28,0 Jahren noch nicht genug Geld. Sie muss also 29 Jahre warten, bis sie sich das Auto kaufen kann (bzw. bei monatlicher Auszahlung der Zinsen: 28 Jahre und 11 Monate, aber hier wurde nach Jahren gefragt).
      Was Sie in der ausführlichen Lerneinheit dieses Wissensbereichs erwartet, können Sie im Ausblick nachlesen:
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