Wurzeln und Potenzen mit reellen Exponenten
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Chapter 1 Studifinder - 1.3 Potenzen, Wurzeln, Logarithmen - Wurzeln und Potenzen mit reellen Exponenten Inhalte mit Erklärungen
Datum Sep 28, 2026orca_pwl_wurzeln_Wurzeln und Potenzen mit reellen Exponenten32bereich_3 Quadratwurzeln und n-te Wurzeln
Definition 1definition_1
Sei . Wir bezeichnen die Zahl , welche größer oder gleich Null ist und deren Quadrat ist, mit (Quadratwurzel aus ):
In der Menge der reellen Zahlen existiert eine solche Quadratwurzel zu jeder reellen Zahl .
Der Term unter dem Wurzelzeichen wird auch Radikand genannt. Für bspw. bezeichnen wir als den Radikanden.
Wenn man nur positive Zahlen betrachtet, ist das Wurzelziehen die Umkehroperation des Quadrierens. Wir veranschaulichen diesen Zusammenhang für wie folgt:
\( a \overset{\phantom{x}^2}{\rightarrow} a^2 \overset{\sqrt{\phantom{x}}}{\rightarrow} a\)Bei negativen Zahlen ist das anders. Aus einer negativen Zahl kann man (in den reellen Zahlen) keine Wurzel ziehen. Wenn man eine negative Zahl quadriert und dann die Wurzel zieht, erhält man eine positive Zahl! Bemerkung: Es gilt . Allgemeiner formuliert gilt für reelle Zahlen , dass . Aus kann man immer eine Wurzel ziehen, da gilt.
\( a^2 \overset{\sqrt{\phantom{x}}}{\rightarrow} a \overset{\phantom{x}^2}{\rightarrow} a^2 \)
Klicken Sie hier, um die Beweise der Gleichungen für Quadratwurzeln anzuzeigen
Satz 1satz_1
Folgende Gleichungen gelten für Quadratwurzeln ():
Achtung - es gilt im Allgemeinen nicht: . Dies wird zum Beispiel deutlich, wenn wir und wählen. Denn es gilt .[Ausblenden]
Beweis zu (W1):
Seien und sei diejenige Zahl, für die gilt , d.h. insbesondere . Dann gilt: \begin{eqnarray*} \quad x&=&\sqrt{a b} & |~ {...}^2\\ \Leftrightarrow x^2&=&a b & |~ a= \sqrt{a}\sqrt{a},~b= \sqrt{b}\sqrt{b}\\ \Leftrightarrow x^2&=&\sqrt{a}\sqrt{a}\sqrt{b}\sqrt{b} & ~\\ \Leftrightarrow x^2&=&(\sqrt{a}\sqrt{b})^2 & | ~ \sqrt{\phantom{x}}\\ \Leftrightarrow ~x &=&\sqrt{a}\sqrt{b} & ~ \end{eqnarray*} Beweis zu (W2):
Seien und sei diejenige Zahl, für die gilt , d.h. insbesondere . Dann gilt: \begin{eqnarray*} \quad x&=&\sqrt{\frac{a}{b}} & |~ {...}^2\\ \Leftrightarrow x^2&=& \frac{a}{b} & |~ a= \sqrt{a}\sqrt{a},~b= \sqrt{b}\sqrt{b}\\ \Leftrightarrow x^2&=&\frac{\sqrt{a}\sqrt{a}}{\sqrt{b}\sqrt{b}} & ~\\ \Leftrightarrow x^2&=& \frac{\sqrt{a}}{\sqrt{b}} \cdot \frac{\sqrt{a}}{\sqrt{b}} & ~ \\ \Leftrightarrow x^2&=& (\frac{\sqrt{a}}{\sqrt{b}})^2 & | ~ \sqrt{\phantom{x}}\\ \Leftrightarrow ~x &=&\frac{\sqrt{a}}{\sqrt{b}} & ~ \end{eqnarray*} Bemerkung: Für die Argumentation in unseren Beweisen ist es wichtig, dass gilt, denn sonst sind das Ziehen der Wurzel und das Quadrieren von Gleichungen keine Äquivalenzumformungen. Denn zum Beispiel gilt , aber es gilt auch .
[Ausblenden]Beispiel 1beispiel_1Wir werden hier nicht auf die numerische Bestimmung des Wertes von Wurzeln eingehen. Vorläufig verlassen wir uns dabei auf einen Rechner und nehmen die Ergebnisse einfach hin, z.B.:
Es gilt:
Die drei Punkte am Ende der Dezimalentwicklung deuten an, dass der Wert nicht dem exakten Wert der Wurzel entspricht und dieser mit weiteren Nachkommastellen noch präziser angenähert werden kann. In Taschenrechnern wird immer nur die nach einer bestimmten Anzahl von Stellen gerundete, näherungsweise Berechnung einer Wurzel angegeben. Die „meisten“ Quadratwurzeln sind keine rationalen Zahlen, d.h. sie können auch nicht durch abbrechende oder periodische Dezimalzahlen dargestellt werden. Das schauen wir uns genauer für das Beispiel an. Beweis der Irrationalität von Wurzel
Für die Wurzel aus erhalten wir etwa von einem Rechner die nachfolgende Entwicklung mit Nachkommastellen:
Wir überlegen, dass diese Entwicklung nicht abbrechen kann und nicht periodisch ist, also nicht rational sein kann. Dies beweisen wir mit einem „indirekten Beweis“. Nehmen wir an, sei eine rationale Zahl und damit wie folgt als Bruch darstellbar:
D.h. wir nehmen an, der Bruch ist vollständig gekürzt. Durch Quadrieren ergibt sich daraus:
Folglich ist ein Teiler von und da die Zahl eine Primzahl ist, teilt auch , d.h. es gilt mit . Setzen wir in obige Gleichung ein, so erhalten wir
Nun ist aber die Zahl auch ein Teiler von und somit ebenfalls ein Teiler von . Zusammenfassend ergibt sich, dass ein Teiler von und ein Teiler von ist. Diese Tatsache steht aber im Widerspruch zu der Voraussetzung, dass und teilerfremd sind. Somit gibt es keine Darstellung von als rationale Zahl.
Wir gehen von der Quadratwurzel aus und verallgemeinern. Die Quadratwurzel einer nicht negativen Zahl ist diejenige positive Zahl, deren Quadrat ergibt. Die -te Wurzel einer nicht negativen Zahl ist nun diejenige positive Zahl, deren -te Potenz ergibt.
Definition 2definition_2
Sei und sei eine reelle Zahl. Wir bezeichnen die Zahl , welche größer oder gleich Null ist und deren -te Potenz ergibt, mit :
Sprechweise: -te Wurzel aus .
Wie bei den Quadratwurzeln existieren auch -te Wurzeln in der Menge der reellen Zahlen zu jeder reellen Zahl . Das kann man mathematisch beweisen.
Im allgemeinen Fall verlassen wir uns bei der näherungsweisen numerischen Berechnung einer -ten Wurzel wieder auf den Rechner. Wir geben als Beispiel zwei Zahlenwerte auf 20 Stellen genau an:
Beispiel 2beispiel_2
Es gilt:
Außerdem gilt für :
und allgemein für :
Klicken Sie hier, um die Beweise der Gleichungen für n-te Wurzeln anzuzeigen
Satz 2satz_2
Sei und seien . Wie bei den Quadratwurzeln gilt:
[Ausblenden]
Beweis zu :
Seien , und sei diejenige Zahl, für die gilt , d.h. insbesondere . Dann gilt: \begin{eqnarray*} \quad x&=&\sqrt[n]{a b} & |~ {...}^n\\ \Leftrightarrow x^n&=&a b & |~ a= \underbrace{\sqrt[n]{a} \cdot \ldots \cdot \sqrt[n]{a}}_{\text{n-mal}},b = \underbrace{\sqrt[n]{b} \cdot \ldots \cdot \sqrt[n]{b}}_{\text{n-mal}} \\ \Leftrightarrow x^n&=&\underbrace{\sqrt[n]{a} \cdot \ldots \cdot \sqrt[n]{a}}_{\text{n-mal}} \cdot \underbrace{\sqrt[n]{b} \cdot \ldots \cdot \sqrt[n]{b}}_{\text{n-mal}} & ~\\ \Leftrightarrow x^n&=&(\sqrt[n]{a}\sqrt[n]{b})^n & | ~ \sqrt[n]{\phantom{x}}\\ \Leftrightarrow ~x &=&\sqrt[n]{a}\sqrt[n]{b} & ~ \end{eqnarray*} Beweis zu :
Seien , und sei diejenige Zahl, für die gilt , d.h. insbesondere . Dann gilt: \begin{eqnarray*} \quad x&=&\sqrt[n]{\frac{a}{b}} & |~ {...}^n\\ \Leftrightarrow x^n&=& \frac{a}{b} & |~ a= \underbrace{\sqrt[n]{a} \cdot \ldots \cdot \sqrt[n]{a}}_{\text{n-mal}},b = \underbrace{\sqrt[n]{b} \cdot \ldots \cdot \sqrt[n]{b}}_{\text{n-mal}} \\ \Leftrightarrow x^n&=&\frac{\overbrace{\sqrt[n]{a} \cdot \ldots \cdot \sqrt[n]{a}}^{\text{n-mal}}}{\underbrace{\sqrt[n]{b} \cdot \ldots \cdot \sqrt[n]{b}}_{\text{n-mal}}} & ~\\ \Leftrightarrow x^n&=& \underbrace{\frac{\sqrt[n]{a}}{\sqrt[n]{b}} \cdot \ldots \cdot \frac{\sqrt[n]{a}}{\sqrt[n]{b}}}_{\text{n-mal}} & ~ \\ \Leftrightarrow x^n&=& (\frac{\sqrt[n]{a}}{\sqrt[n]{b}})^n & | ~ \sqrt[n]{\phantom{x}}\\ \Leftrightarrow ~x &=&\frac{\sqrt[n]{a}}{\sqrt[n]{b}} & ~ \end{eqnarray*} Bemerkung: Für die Argumentation in unseren Beweisen ist es wichtig, dass gilt, denn sonst ist das Ziehen der n-ten Wurzel keine Äquivalenzumformung. Denn zum Beispiel gilt , aber es gilt auch .
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Lösen Sie die Aufgaben aus dem unten folgenden Video mithilfe des Wurzelgesetzes für die Multiplikation von Quadratwurzeln und -ten Wurzeln.
Bruchzahlen als Exponenten von Potenzen
Schreibt man die - te Wurzel als Potenz, so lautet die Definitionsgleichung der Wurzel:
Definition 3definition_3
Wir schreiben Wurzeln auch als Potenzen ():
Zur Erinnerung - für ganzzahlige Exponenten und gilt die Regel:
Wenden wir diese Formel einmal auf an, folgt , also das richtige Ergebnis. Wir werden gleich sehen, dass dies kein Zufall ist und die Potenzgesetze auch gelten werden, wenn man Stammbrüche oder allgemeine Brüche als Exponenten zulässt. Als Nächstes erheben wir -te Wurzeln in andere Potenzen. Für und folgt mit den Rechenregeln für Wurzeln:
Hieraus entnehmen wir:
Die Terme und sind jeweils Potenzen einer Potenz. Dies erinnert an das Potenzgesetz (P′3): für . Wenn dies auch für rationale Exponenten gelten soll, so muss gelten und . Somit liegt nahe, für und zu definieren
Wir haben nun z.B. festgelegt, was und bedeutet. Es gilt natürlich , aber ergibt unsere Definition auch, dass gilt?
Definition 4: Potenzen mit Brüchen als Exponenten definition_4
Für , , und definieren wir
Dazu setzen wir und zeigen, dass ebenfalls gleich ist.
Es gilt
und damit folgt .
Damit erhalten wir , also ist und damit gilt .
Für , kann mit berechnet werden, wobei immer dasselbe heraus kommt, wenn nur ist.
Für negative Exponenten liegt nahe, zu definieren. Wir erhalten dann die folgende Definition.Bemerkung: Wir haben oben am Beispiel begründet, warum die Definition für alle Brüche , die darstellen, dasselbe Ergebnis liefert.
Definition 5: Potenzen mit rationalen Exponenten definition_5
Sei und . Fall 1: , dann existiert , mit :
Fall 2: , dann existiert , mit :
Darauf aufbauend können wir nun die Potenzgesetze für Potenzen mit rationalen Exponenten formulieren.Klicken Sie hier, um den Beweis der Potenzgesetze anzuzeigen.
Satz 3: Potenzgesetze für rationale Exponentensatz_3
Für alle mit und gelten folgende Gleichungen:
[Ausblenden]
Beweis der Potenzgesetze
Der Beweis kann schrittweise erfolgen. Wir starten für (P1), (P3) und (P4) mit den natürlichen Zahlen als Exponenten, nehmen danach die ganzen Zahlen hinzu und schließlich auch die rationalen Zahlen. Es seien für den gesamten Beweis , .- : Seien . Dann gilt
- (P1):
- (P3):
- (P4):
- (P1):
-
: Die Potenzgesetze für ganzzahlige Exponenten erhält man aus und einer Reihe von Fallunterscheidungen.
Es gilt exemplarisch für das erste Potenzgesetz
- I: Es gelte oder . Dann folgt
- Sei .
- Sei .
- Sei .
- II: : siehe .
- III:
\(a^r \cdot a^s = a^r \cdot a^{ - ( - s)} \overset{*}{=} a^r \cdot \frac{1}{a^{ - s}} = \frac{a^r}{a^{ - s}} \) \( \quad = \frac{\overbrace{a \cdot \ldots \cdot a}^{r\text{-mal}}}{\underbrace{a\cdot \ldots \cdot a}_{ (-s)\text{-mal}}}\)
* Da gilt, kann die Definition für negative Exponenten angewendet werden.
Gilt , dann folgt mit Kürzen .
Andernfalls ist und es ergibt sich .
In beiden Fällen kommt man also am Ende auf . - IV: : analog zu III.
- V: : analog zu II.
- I: Es gelte oder . Dann folgt
-
: Man beweist die Potenzgesetze für rationale Exponenten mithilfe der Potenzgesetze für ganzzahlige Exponenten und indem und als Brüche dargestellt werden: bzw. (mit und ).
- (P1): \begin{eqnarray*} a^{r + s}& = &a^{\frac{m}{n} + \frac{p}{q}} = a^{\frac{mq + pn}{nq}}\\ &\overset{\text{Def.}}{=}& \sqrt[nq]{a^{mq+np}}\\ &\overset{\text{*}}{=}& \sqrt[nq]{a^{mq} \cdot a^{np}}\\ &\overset{\text{(W}_n\text{1)}}{=}& \sqrt[nq]{a^{mq}} \cdot \sqrt[nq]{a^{np}}\\ &\overset{\text{Def. 5.2 und 5.3}}{=}& a^{\frac{mq}{nq}} \cdot a^{\frac{np}{nq}}\\ &=& a^{\frac{m}{n}} \cdot a^{\frac{p}{q}} \\ & = &a^r\,\cdot a^s \end{eqnarray*} * Im Kapitel zu Potenzen mit ganzzahligen Exponenten haben wir gezeigt, dass für gilt: .
-
(P3) und (P4): Können analog zum Vorgehen für (P1) bewiesen werden
- Beweis von (P2):
Seien . Wir formen die linke Seite des Gesetzes (P2) äquivalent um, bis wir zur rechten Seite gelangen.
\(
\frac{a^r}{a^s} = a^r \cdot \frac{1}{a^{s}} \overset{\text{Def. und (P3)}}{=} a^r \cdot a^{-s}\) \(\overset{\text{(P1)}}{=} a^{r+(-s)} = a^{r - s}
\)
- Beweis von (P5) :
Sei .
- Fall :
Wir formen die linke Seite des Gesetzes (P5) äquivalent um, bis wir zur rechten Seite gelangen:
\(\frac{a^r}{b^r} = a^r\cdot\frac{1}{b^r} \overset{\text{Def.}}{=} a^r\cdot b^{-r} \overset{\text{(P3)}}{=} a^r\cdot \left(b^{-1}\right)^r$ $\overset{\text{Def.}}{=} a^r\cdot \left(\frac{1}{b}\right)^r \overset{\text{(P4)}}{=} \left(a\cdot \frac{1}{b}\right)^r = \left(\frac{a}{b}\right)^r\) - Fall :
Es gilt \(~~\frac{a^r}{b^r} \overset{\text{(P3) und Def.}}{=} \frac{b^{-r}}{a^{-r}}.\)
Wenn negativ ist, dann ist positiv und wir können den bereits bewiesenen Fall anwenden.
\(\frac{b^{-r}}{a^{-r}} \overset{\text{Fall 1}}{=} \left(\frac{b}{a}\right)^{-r} \overset{\text{(P3)}}{=} \left(\left(\frac{b}{a}\right)^{-1}\right)^r = \left(\frac{a}{b}\right)^r\)
- Fall :
[Ausblenden]Potenzen mit irrationalen Exponenten
Info 1info_1
Wir haben definiert, dass für und mit gilt: . Bemerkenswerterweise passen die Regeln für Potenzrechnung und die hier eingeführten Regeln für die Wurzelrechnung widerspruchsfrei zusammen. Sie können beliebig zwischen der Wurzeldarstellung mit Wurzelzeichen und der Darstellung von Wurzeln als Potenzen wechseln. Die Darstellungsform beeinflusst nicht das Ergebnis Ihrer Berechnungen.
Wir haben schrittweise Potenzen für und eingeführt und festgestellt, dass die Potenzgesetze immer weiter gelten. Nun stellt sich die Frage, ob wir auch für reelle, nicht rationale Exponenten eine Potenz definieren können. Welche Zahl könnte z.B. darstellen? Die Idee ist, durch eine Folge von rationalen Zahlen beliebig genau zu approximieren und als beliebig genaue Näherungen für zu nehmen.
Die theoretische Existenz der Zahl kann man durch Intervallschachtelungen sichern. Wir definieren zunächst über das Intervallhalbierungsverfahren eine Intervallschachtelung für .
Wenn man auch für den Moment annimmt, würde als Zahl existieren und die üblichen Abschätzungen für Potenzen würden gelten, dann könnte man wie folgt argumentieren:
Das Intervallhalbierungsverfahren zur Bestimmung von Potenzen mit reellem Exponenten
Das Intervall wird halbiert und die Mitte (in diesem Fall also ) wird quadriert und mit der Zahl verglichen. Ist größer als das Quadrat der Mitte, so befindet sich die Zahl im rechten Teilintervall , andernfalls im linken Teilintervall . Da ist, liegt im Intervall und somit im Intervall . So fortfahrend erhält man folgende Tabelle und somit durch die Intervallgrenzen Näherungswerte für .
Mit jedem weiteren Schritt verkleinert sich das Intervall, in welchem nach unserer Berechnung liegen könnte. Diese Überlegung ist auch Basis für einen Existenznachweis. Dazu muss man allerdings zeigen, dass die Intervalle in der rechten Spalte der Tabelle beliebig schmal werden. Dann gibt es genau eine reelle Zahl, die in all diesen Intervallen enthalten ist. Diese Zahl nennen wir dann .Abschätzung für Abschätzung für Intervall für [2;4] [2,828427125; 4] [2,828427125; 3,363585661] [3,084421651; 3,363585661] [3,220980664; 3,363585661] [3,291510956; 3,363585661] [3,291510956; 3,327353161] [3,309383535; 3,327353161]
Info 2: Potenzen mit irrationalen Exponenteninfo_2
Sei und sei eine irrationale Zahl (). Dann kann man eine eindeutige reelle Zahl theoretisch definieren.
Näherungsweise kann man berechnen, indem man berechnet, wobei die nach Stellen abgebrochene Dezimalzahlbruchentwicklung von ist.Beispiel 3beispiel_3
Es gilt und
Die Werte
liefern immer genauere Annäherungen an die Zahl .Klicken Sie hier, um die Beweisidee zu den Potenzgesetzen für Potenzen mit reellen Exponenten anzuzeigen
Satz 4: Potenzgesetze für beliebige reelle Exponentensatz_4
Für alle mit und gelten folgende Gleichungen:
[Ausblenden]
Beweisidee: Die Potenzgesetze für beliebige reelle Exponenten kann man auf die von rationalen Exponenten zurückführen, indem man die reellen Exponenten durch rationale Exponenten annähert. Dazu braucht man Mittel der Hochschulanalysis.
[Ausblenden]
Info 3info_3
- ist eine wichtige Voraussetzung für Potenzen bei denen auch nicht ganzzahlige Exponenten zugelassen werden, da sonst bzw. nicht für alle definiert ist.
- Die Gleichungen ergeben stets zwei Rechenregeln. Man darf die linke Seite durch die rechte Seite ersetzen, man darf aber auch die rechte Seite stets durch die linke Seite ersetzen. Beides kann in praktischen Rechnungen hilfreich sein.
Satz 5satz_5
Für alle mit und gilt: .
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\(1+1\) - : Seien . Dann gilt
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