Wurzeln und Potenzen mit reellen Exponenten
Abschnittsübersicht
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Chapter 1 Studifinder - 1.3 Potenzen, Wurzeln, Logarithmen - Wurzeln und Potenzen mit reellen Exponenten Anwendung
Datum Sep 28, 2026orca_pwl_wurzeln_Wurzeln und Potenzen mit reellen Exponenten32bereich_5Beispiel 4beispiel_4
Berechne ohne Taschenrechner.
Mit den Rechenregeln ergibt sich:
Beispiel 5beispiel_5
Ein Kapital von € ist nach Jahren mit Zinseszinsen auf € angewachsen. Wie hoch war der jährliche Zinssatz?
Wir nehmen die Zinseszins - Formel:
und bekommen zunächst
und damit:
Hieraus ergibt sich in unserem Beispiel mit , und :
Der jährliche Zinssatz hat also auf eine Nachkommastelle genau betragen.Beispiel 6beispiel_6
Wir vereinfachen den Term für , indem wir die Wurzeln als Potenzen schreiben und das Potenzgesetz (P3) anwenden:
Beispiel 7beispiel_7
Nun wollen wir dies auch rechnerisch nachvollziehen. Zunächst wollen wir uns überlegen, welche Länge und Breite ein DIN A - Blatt überhaupt hat. Die DIN - Norm definiert, dass ein DIN A - Blatt einen Flächeninhalt von genau einem Quadratmeter hat. Durch Halbieren des Blattes sehen wir, dass ein DIN A - Blatt daher genau einen halben Quadratmeter, ein DIN A - Blatt Quadratmeter Fläche hat usw. Folglich hat ein DIN - Blatt einen Flächeninhalt von Quadratmeter. Die Länge des DIN - Blattes sei , seine Breite sei . Für das DIN A - Blatt gilt also
Wie verhalten sich nun und zueinander? Die DIN A - Reihe ist so definiert, dass beim Halbieren der größeren Seite sich wieder dasselbe Seitenverhältnis ergibt. Für DIN A heißt dies nun
Durch Multiplikation mit liefert dies natürlich die Gleichung
Ziehen wir die Quadratwurzel, so erhalten wir schließlich
Zusammen mit der Gleichung ergibt sich also
und nach Auflösen m. Durch sukzessive Multiplikation mit ergeben sich dann die Längen und Breiten der DIN A - Reihe:Insbesondere erhalten wir für das DIN A - Blatt cm und cm. Messen Sie dies ruhig einmal nach!cm cm cm cm cm cm
Wenn wir nun die Flächeninhalte eines DIN A - Blattes sowie seiner ersten Nachfolger addieren, so ergibt sich (wir lassen die Einheit weg):
\(A = \frac{1}{2^4} + \frac{1}{2^5} + \ldots + \frac{1}{2^{n+4}} = \frac{1}{2^4} \left(1 + \frac{1}{2} + \ldots + \frac{1}{2^{n}}\right)\) \( \quad \overset{*}{=} \frac{2}{2^4} \left(1 - \frac{1}{2^{n +1}}\right),\) was niemals den DIN A3 - Flächeninhalt überschreiten kann, da ist für alle .
Dies gilt für beliebig große Werte von , also für beliebig viele Nachfolger, solange ihre Zahl endlich ist.
* Diese Umformung ist bekannt als Umformung bei geometrischen Reihen und ihre Richtigkeit kann bewiesen werden.
Aufgabe 19aufgabe_19
Man bestätige folgenden Zusammenhang, der aus dem Beispiel mit dem DIN A - Blatt stammt (dort war ).
Man denke dabei an die Definitionsgleichung der vierten Wurzel: .
Lösung anzeigenBeispiel 8beispiel_8
Wir betrachten die Gleichungen für :
Die erste Gleichung besitzt die Lösung , die zweite Gleichung besitzt die Lösung . Achtung: ist nicht definiert!
Die Gleichung
besitzt zwei Lösungen: .
Die Gleichung besitzt keine Lösung.Sei eine reelle Zahl. Welche Lösung besitzt die Gleichung für und welche für ? Welche Lösung besitzt die Gleichung für und welche für ?
Mögliche Lösungen sind:
Lösung anzeigena) b) c) d) e) f) g) h) i) keine reelle Lösung [Ausblenden]
Wir betrachten zunächst die Gleichung . Daraus ergibt sich
Für erhalten wir als Lösung
Für haben wir die - te Wurzel nicht explizit definiert, dennoch macht es Sinn als Lösung zu wählen, denn
Das letzte Gleichheitszeichen gilt, da negativ ist. Sei nun . Wir betrachten das Beispiel . Gibt es eine Zahl mit ? Ja, offenbar , denn
Es gilt , also ist eine Lösung der Gleichung . Für beliebige gilt, dass ist. Also existiert . Es ist
Die Gleichung hat also auch für Lösungen, auch wenn nicht definiert ist, da ist. Betrachten wir nun die Gleichung . Es ergibt sich
Für erhalten wir als Lösung
Für existiert keine Lösung.
Wir erhalten also:
richtig: a), b) e), f), g), h) keine Lösung richtig: d) i)
[Ausblenden]Beispiel 9beispiel_9
Vereinfache den Term . Unter Vereinfachung wird hier verstanden, dass wir die Wurzeln im Nenner beseitigen (Rationalmachen des Nenners), dabei verwenden wir die dritte binomische Formel, um den Nenner ganzzahlig zu machen.
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