• Chapter 1 Studifinder - 1.8  Höhere Funktionen - Polynomfunktionen (ganzrationale Funktionen)

      Aufgaben

      Datum Sep 28, 2026
      orca_hoeherefkt_polynomfkt_
      Polynomfunktionen (ganzrationale Funktionen)
      8
      5
      Aufgabe 3
      Wie müssen die Koeffizienten a,b,c gewählt werden, damit die beiden folgenden Polynomfunktionen übereinstimmen?
      p(x)=5 x3 -7 x2 +1,   q(x)=a x3 +b x2 +cx+1

      a=

      b=

      c=

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      In der ausführlichen Darstellung der Polynomfunktion p(x)=5 x3 -7 x2 +0x+1 lassen sich die Koeffizienten von q(x) direkt ablesen. Demnach gilt q(x)=p(x) für
      a=5      b=-7      c=0 .


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      Aufgabe 4
      Prüfen Sie, ob in den nachfolgenden Beispielen Polynomfunktionen vorliegen. Begründen Sie Ihre Antwort. Falls die Funktion eine Polynomfunktion ist, dann bestimmen Sie auch deren Grad sowie die Koeffizienten an ,…, a0 .
      •     f1 (x)=4
        Ja
        Nein
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        f1 (x)=4 ist eine Polynomfunktion vom Grad 0 mit dem Koeffizienten a0 =4.
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      •     f2 (x)= 2x +3 x2 +4
        Ja
        Nein
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        f2 (x)= 2x +3 x2 +4 ist keine Polynomfunktion, da die Exponentialfunktion 2x als Summand enthalten ist.
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      •     f3 (x)=x+ x2 4 +3 x3 x4 +2
        Ja
        Nein
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        f3 (x)=x+ x2 4 +3 x3 x4 +2 ist ebenfalls keine Polynomfunktion, da hier einer der Summanden die gebrochenrationale Funktion 3 x3 x4 +2 ist.
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      •     f4 (x)= 3x 2 + 2x 4 - x3
        Ja
        Nein
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        f4 (x)= 3x 2 + 2x 4 - x3 ist eine Polynomfunktion dritten Grades. Zur Bestimmung der Koeffizienten muss die Funktion allerdings noch vereinfacht werden. Mit
        f4 (x) = 3x:2+ 2x 4 - x3 = - x3 + 3 2 x+ 2 4 x = - x3 +2x

        ergeben sich schließlich die Koeffizienten
        a3 =-1 ,    a2 =0 ,    a1 =2    und     a0 =0 .


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      •     f5 (x)=6 x3 - 4 x2 -64 2x-8
        Ja
        Nein
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        Umformung ergibt:
        f5 (x) = 6 x3 - 4 x2 -64 2x-8 = 6 x3 - (2x+8)(2x-8) 2x-8 = 6 x3 -(2x+8) = 6 x3 -2x-8

        Das Endergebnis der Umformung sieht nach einer Polynomfunktion dritten Grades aus. Doch die Stelle x=4 muss aus der Definitionsmenge ausgeschlossen werden, damit in der ursprünglichen Darstellung der Funktion nicht durch 0 geteilt wird. Aber nach Definition sind Polynomfunktionen immer auf ganz ℝ definiert, weshalb mit f5 keine Polynomfunktion vorliegt.
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      •     f6 (x)= x 4 2 +2 x3
        Ja
        Nein
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        f6 ist mit f6 (x)= x 4 2 +2 x3 = x2 +2 x3 eine Polynomfunktion dritten Grades mit den Koeffizienten
        a3 =2 ,    a2 =1 ,    a1 =0    und     a0 =0 .


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      •     f7 (x)= ( x 1 2 )4 +2 x3
        Ja
        Nein
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        Es wird umgeformt:
        f7 (x) = ( x 1 2 )4 +2 x3 = (x)4 +2 x3 = x2 +2 x3

        Die Funktion f7 kann in das Format einer Polynomfunktion gebracht werden. Allerdings ist x nur für x≥0 definiert. Die maximale Definitionsmenge von ( x 1 2 )4 +2 x3 ist ℝ0 + . Deshalb würde man f7 (x) nicht als Polynomfunktion im Sinne der Definition bezeichnen.
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      Kontrolle
      Aufgabe 5
      Durch Koeffizientenvergleich bestimme man a und b, sodass gilt:
      a(x+3)+b=2x+1    für alle  x∈ℝ.

      a=

      b=

      Kontrolle
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      Es wird zunächst ausmultipliziert:
      a(x+3)+b=ax+3a+b .

      Damit lässt sich die Gleichung schreiben als
      ax+3a+b=2x+1 .

      Hieraus folgt a=2   und   3a+b=1 .
      a=2 lässt sich nun direkt in 3a+b=1 einsetzen, sodass letztlich auch b berechnet werden kann:
      3·2+b=1   ⇔   b=1-6=-5

      Insgesamt ist somit a=2    und    b=-5 .
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      Aufgabe 6
      Durch Koeffizientenvergleich bestimme man a und b, sodass gilt:
      a(x-4)+b(x+3)=2x-5    für alle  x∈ℝ.

      a=

      b=

      Kontrolle
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      Aus
      a(x-4)+b(x+3)=2x-5

      folgt durch Ausmultiplizieren der linken Seite
      ax-4a+bx+3b=2x-5 .

      Zusammenfassen der Koeffizienten von x-Termen gleicher Potenzordnung liefert die Gleichung
      (a+b)x-4a+3b=2x-5 ,

      aus der durch Koeffizientenvergleich die folgenden beiden Gleichungen abgelesen werden kann:
      a+b = 2 -4a+3b = -5

      Diese Gleichungen bilden ein lineares Gleichungssystem, siehe hierzu auch die Lerneinheit Lineare Gleichungssysteme.
      Aus der ersten Gleichung ergibt sich b=2-a, was in die zweite eingesetzt werden kann, um dadurch a zu erhalten:

      -4a+3(2-a)=-5   |  ausklammern ⇔-4a+6-3a=-5   |  zusammenfassen ⇔-7a+6=-5   | -6 ⇔-7a=-11   | :(-7) ⇔a= 11 7

      Abschließend wird das Ergebnis a= 11 7 noch in die Gleichung b=2-a eingesetzt, und man erhält:
      b=2- 11 7 = 3 7  .

      Insgesamt ist demnach a= 11 7     und    b= 3 7  . zu wählen.
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      Aufgabe 7
      Suchen Sie bei den Lösungen von Studierenden zu folgender Aufgabe nach den Fehlern. Welche Ursachen können diesen zugrunde liegen? Geben Sie auch jeweils die korrekte Lösung an.
      Aufgabenstellung:
      Geben Sie bei den folgenden Polynomfunktionen fi (x) jeweils zunächst die allgemeine Darstellung hi (x) von Polynomfunktionen desselben Grades an und bestimmen Sie dann alle Koeffizienten so, dass gilt fi (x)= hi (x).
      • f1 (x)= x2 +1
        Studierendenlösung: Die zugehörige Polynomfunktion hat allgemein die Darstellung h1 (x)= a1 x+ a0 . Die Koeffizienten sind dementsprechend a1 =1  und   a0 =1 .
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        Die korrekte allgemeine Darstellung lautet h1 (x)= a2 x2 + a1 x+ a0 und die Koeffizienten sind a2 =1 ,   a1 =0   und   a0 =1 .
        Vermutlich hat der Studierende nur auf die Anzahl der Terme geachtet und somit übersehen, dass eine Polynomfunktion zweiten Grades vorliegt.
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      • f2 (x)=x+3
        Studierendenlösung: Es liegt eine Polynomfunktion ersten Grades vor. Dieses hat die allgemeine Funktionsvorschrift h2 (x)=mx+n. Damit gilt f2 (x)=x+3=mx+n= h2 (x) für m=0 und n=3 .
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        Die allgemeine Darstellung ist in dieser Lösung korrekt, allerdings gilt m=1. Ursache für den Fehler ist der in f vor x „fehlende“  Koeffizient, der fälschlicherweise als Null interpretiert wurde.
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      • f3 (x)=3 x2 +4x-7
        Studierendenlösung: Es liegt eine Polynomfunktion zweiten Grades vor, das allgemein mit h3 (x)=a x2 +bx+c dargestellt werden kann. Mit a=3, b=4  und  c=7 gilt dann auch f3 (x)= h3 (x) 
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        Die allgemeine Polynomfunktion ist erneut korrekt bestimmt, jedoch wurde beim letzten Koeffizienten das Vorzeichen vergessen, es gilt nämlich c=-7 .
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      • f4 (x)=2 x2 + x3 -x+7
        Studierendenlösung: Es liegt eine Polynomfunktion dritten Grades mit h4 (x)=a x3 +b x2 +cx+d vor.
        Für a=2, b=1, c=-1  und  d=7 gilt schließlich h4 (x)= f4 (x) .
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        Die Polynomfunktion 3. Grades wurde hier erkannt, die allgemeine Form richtig wiedergegeben, die Koeffizienten wurden jedoch vertauscht.
        Der Studierende hat scheinbar übersehen, dass die Polynomfunktion nicht nach absteigenden Potenzen sortiert war und hat daher die Koeffizienten a und b falsch abgelesen. Richtig ist a=1 und b=2.
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      • f5 (x)=3
        Studierendenlösung: Diese Aufgabe ist nicht lösbar, da hier keine Polynomfunktion vorliegt.
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        In diesem Fall hat der Studierende nicht gewusst, dass f(x)= a0 ebenfalls eine Polynomfunktion ist und dass der entsprechende Koeffizient a0 =3 lautet.
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      Aufgabe 8
      Gegeben ist die Funktion f:ℝ→ℝ mit f(x)=2 x2 +3x-2. Berechnen Sie die in der folgenden Skizze des Graphen eingezeichneten Nullstellen x1 und x2 .
      8_lv_null_gen.png
      Bild 4 Graph von f(x)=2 x2 +3x-2 mit den beiden Stellen x1 und x2  .
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      Da an diesen Stellen die x-Achse geschnitten wird, gilt hier f( x1 )=0 und f( x2 )=0. Somit lassen sich x1 und x2 nicht nur ungefähr ablesen, sondern genau berechnen:
      0 = 2 x2 +3x-2 0 = x2 + 3 2 x-1

      Mit Hilfe der p- q-Formel ergibt sich:
      x1,2 =- 3 4 ± 9 16 +1=- 3 4 ± 25 16 =- 3 4 ± 5 4


      ⇒ x1 =0,5    und     x2 =-2


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      Aufgabe 9
      Gegeben ist die Polynomfunktion g:ℝ→ℝ mit g(x)=(x-1)(x+1,5)x . Bestimmen Sie die Schnittstellen des Graphen von g mit der x-Achse möglichst geschickt und erläutern Sie kurz Ihr Vorgehen.
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      Da auch hier für die Nullstellen (also für die Schnittstellen mit der x-Achse) gilt 0=f(x)=(x-1)(x+1,5)x und da ein Produkt genau dann Null ergibt, wenn mindestens einer der Faktoren Null ist, müssen nur die Nullstellen der einzelnen Faktoren bestimmt werden. Diese ergeben sich einfach durch Auflösen der linearen Gleichungen nach x .
      So folgt:
      1. x-1=0   ⇒    x1 =1
      2. x+1,5=0   ⇒    x2 =-1,5
      3. x3 =0
      Die Nullstellen sind demnach in dieser „faktorisierten“  Darstellungsform der Polynomfunktion direkt ablesbar.
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      Aufgabe 10
      Für welche a ist x=2 Nullstelle der Funktion p:ℝ→ℝ mit p(x)=5 x3 -3 x2 +3x- 1 a ?
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      Die Bedingung p(2)=0 ergibt für a
      5· 23 -3· 22 +3·2- 1 a =0 ⇔40-12+6- 1 a =0 ⇔- 1 a =-34 ⇔a= 1 34

      Für eine Nullstelle bei 2 muss gelten a= 1 34 .
      Umgekehrt liegt für a= 1 34 dort wirklich eine Nullstelle vor, wie eine Probe oder die Umkehrung der Umformungskette zeigen würde.
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