Die Sinus- und die Cosinusfunktion sind somit beide periodisch mit Periode .
Definition 1definition_1
Fur beliebige Winkel versteht man unter den Wert der -Koordinate des Punktes am Einheitskreis und unter den Wert der -Koordinate des Punktes am Einheitskreis.
Satz 1satz_1
Die Sinus- und die Cosinusfunktion sind beide periodisch mit Periode .
Es gilt für beliebige Winkel :
Dies folgt unmittelbar aus der geometrischen Definition.
Definition 2definition_2
Für Winkel im Bogenmaß wird definiert:
Satz 2: Periodizität von Sinus- und Cosinusfunktionen im Bogenmaßsatz_2
Für alle und gilt:
Die Periodenlänge beträgt .
Satz 3satz_3
Die trigonometrischen Funktionen Sinus und Cosinus besitzen die folgenden Nullstellen:
Sinusfunktion:
,
Cosinusfunktion:
für jedes .
Im Gradmaß sind das die folgenden Nullstellen:
Sinusfunktion:
,
Cosinusfunktion:
für jedes .
Satz 4satz_4
Die Sinusfunktion ist punktsymmetrisch zum Ursprung, es gilt:
Die Cosinusfunktion ist achsensymmetrisch zur -Achse, es gilt:
Info 2info_2
Es bestehen folgende Zusammenhänge zwischen Sinus und Cosinus:
Definition 3definition_3
Die Tangensfunktion ist definiert als
Definition 4definition_4
Seien . Die Funktion
bezeichnen wir als allgemeine Sinusfunktion.
Info 3: Amplitudeinfo_3
Es wird die Funktion
für betrachtet. Hierbei nennt man die Amplitude.
Die Funktion entsteht aus der Funktion durch Multiplikation mit einem Faktor .
Sie hat dieselben Nullstellen wie und schwankt zwischen den Werten und auf der -Achse. Der Graph sieht für so aus:
Bild 15 Der Graph der Funktion für
Für wird der Graph von in -Richtung gestreckt, und für wird der Graph von in -Richtung gestaucht.
Ist der Parameter negativ, also , schwankt die Funktion ebenfalls zwischen und .
Bild 16 Der Graph der Funktion für
Für negative Werte von wird der Graph (im Vergleich zum entsprechenden positiven Wert von ) entlang der -Achse gespiegelt.
Analog zu oben wird für der Graph von in -Richtung gestreckt, und für in -Richtung gestaucht.
Info 4: Periodenlängeinfo_4
Die Funktion
für einen Wert , , entsteht aus der Funktion , indem das Argument von mit einem reellen Faktor multipliziert wird.
Bei der Betrachtung der Graphen der Funktionen ist zu sehen, dass dies die Periodenlänge der jeweiligen Funktion beeinflusst:
Bild 17 Der Graph der Funktion
Bild 18 Der Graph der Funktion
Bild 19 Der Graph der Funktion
Für wird der Graph von in -Richtung gestaucht.
Für wird der Graph von in -Richtung gestreckt.
Allgemein gilt für Werte : die Periodenlänge der Funktion ist , also zum Beispiel, wie in den obigen Abbildungen erkennbar: Die Periodenlänge für beträgt , für beträgt sie .
Betrachtet man negative Werte für , wie beispielsweise , so sieht man:
d.h. die Periodenlänge ist wie bei auch hier , aber die Funktion ist an der -Achse gespiegelt.
Info 5: Phasenverschiebunginfo_5
Hier wird die Funktion
für Werte betrachtet.
Diese Funktion entsteht aus durch Verschiebung des Arguments entlang der -Achse.
Für wird der Graph von in -Richtung nach links verschoben.
Für wird der Graph von in -Richtung nach rechts verschoben.
Der Parameter verschiebt den Graphen in -Richtung und verändert damit die sogenannte „Phase“ der Sinusschwingung. Auf die Amplitude und Periodenlänge hat dieser Parameter keinen Einfluss.
Info 6: Verschiebung in y - Richtunginfo_6
Hier werden Funktionen der Form
für betrachtet. Diese Funktionen entstehen aus der Funktion durch Addieren des Parameters , wodurch der Graph entlang der -Achse verschoben wird.
Für wird der Graph von in -Richtung nach oben verschoben.
Für wird der Graph von in -Richtung nach unten verschoben.
Bild 21 Die Graphen von und für
Auf die Amplitude und die Periodenlänge hat dieser Parameter keinen Einfluss.