• Chapter 1 Studifinder - 1.8  Höhere Funktionen - Umgang mit Funktionen

      Inhalte kompakt

      Definition 1
      Gegeben sei eine Menge D, genannt Definitionsmenge, und eine Menge Z, genannt Zielmenge. Eine Funktion f ordnet jedem Element x∈D genau ein Element f(x)∈Z zu. Man schreibt:

      f:D→Z,   x↦f(x) 

      Definition 2
      Seien D und Z Mengen. Sei f:D→Z eine Funktion. Als Wertemenge f(D) von f bezeichnen wir die Menge aller y aus Z, die als Funktionswert angenommen werden:

      f(D):={y∈Z|  es gibt ein  x∈D  mit  f(x)=y}.

      Definition 3
      Seien D und Z Mengen. Sei f:D→Z eine Funktion. Sei x∈D. Dann nennt man y=f(x)∈Z das Bild von x. Umgekehrt sei y∈f(D) mit y=f(x) für ein x∈D. Dann nennt man x das Urbild von y.
      Definition 4
      Seien D und Z Mengen. Sei f:D→Z eine Funktion. Dann heißt die Funktion f umkehrbar, wenn es zu jedem Funktionswert y∈Z genau ein Urbild gibt, d.h. genau ein x∈D mit f(x)=y.
      Definition 5
      Seien D und Z Mengen. Sei f:D→Z eine umkehrbare Funktion. Dann heißt die Funktion f-1 :Z→D, die jedem y∈Z ihr Urbild x∈D unter f zuordnet, Umkehrfunktion von f.
      Satz 1
      Wenn f:D→Z eine umkehrbare Funktion ist, dann gilt für alle x aus der Definitionsmenge D der Funktion f
      f-1 (f(x))=x

      und für alle y aus der Zielmenge Z von f
      f( f-1 (y))=y .

      Definition 6
      Sei D⊂ℝ. Seien f:D→ℝ und g:D→ℝ Funktionen mit der gleichen Definitionsmenge. Dann kann man die Summe, die Differenz und das Produkt der beiden Funktionen definieren durch:

      f+g:D→ℝ,x↦(f+g)(x):=f(x)+g(x), f·g:D→ℝ,x↦(f·g)(x):=f(x)·g(x), f-g:D→ℝ,x↦(f-g)(x):=f(x)-g(x).

      Gilt g(x)≠0 für alle x∈D, dann kann man auch den Quotienten definieren als:

      f g :D→ℝ,   x↦( f g )(x):= f(x) g(x)  .

      Definition 7
      Seien Df , Dg ⊂ℝ, seien f: Df → Zf ,g: Dg → Zg Funktionen. Die Wertemenge f( Df ) der Funktion f sei in der Definitionsmenge Dg der Funktion g enthalten. Dann kann man g nach f ausführen und erhält die Verkettung von f und g (sprich g verknüpft mit f). Man schreibt dafür:
      (g∘f): Df → Zg ,    (g∘f)(x)=g(f(x)) .

      Es sind auch Verkettungen von mehr als zwei Funktionen möglich.
      \(1+1\)