Page 10 - ORCA Magazin I 2026
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10 KI in der Lehre
Kreative Stadtgestaltung
mit generativer KI.
Projekt ki.StadtLabor an der
TU Dortmund
Eine reale Baulücke im Dortmunder Kaiserviertel Eingesetzt wurden generative, multimodale Modelle –
stand im Sommersemester 2024 im Mittelpunkt des also Programme, die nicht nur mit Text, sondern auch mit
ki.StadtLabors an der TU Dortmund. „Wie kann ich Bildern und Audio arbeiten können. Die Studierenden
mich künstlerisch ausdrücken, aber so, dass klar bleibt, nutzten vor allem Diffusionsmodelle wie Midjourney,
dass es eine architektonische Grundlage gibt? Ich woll- um aus eigenen Skizzen, Fotos und Textbeschreibun-
te mich mit dritten Orten befassen“, erklärt Student gen atmosphärische Visualisierungen ihrer Entwürfe
Mert Büyüktüfekci und präsentiert seine Projektidee zu generieren. Dabei entstanden nicht nur fotorealisti-
für die Baulücke. Die Studierenden waren eingeladen, sche Darstellungen, sondern auch Illustrationen, Mood-
den städtischen Leerraum neu zu denken und zu ge- boards und sogar Videos, die verschiedene architekto-
stalten. Es entstanden vielfältige Konzepte – die Bau- nische Stile und Referenzen miteinander verschmelzen.
lücke als Kita, Gewächshaus oder kreativer Raum. Der KI agiert hier also nicht nur als Lernhilfe, sondern als
Prozess begann bewusst analog: Durch Stadtspazier- kreatives Werkzeug in der Architekturlehre.
gänge, Skizzen und Fotografien sollte die Atmosphäre
vor Ort eingefangen werden. Erst danach kamen KI- Der Clou: Die KI-Modelle werden nicht als reine „Bild-
Tools ins Spiel. generatoren“ eingesetzt, sondern als Assistenten für
Felix Flüß (linkes Bild) und Mert Büyüktüfekci präsentieren ihr Projekt, das 2025 von KI:edu.nrw gefördert wurde.
© ORCA.nrw/Jörg Lassahn

