Page 26 - ORCA Magazin I 2026
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26 KI in einer hochschuldidaktischen Einrichtung
Von der Reaktion zur
Integration.
Eine hochschuldidaktische Einrichtung
im Umgang mit KI
Gastbeitrag von Dr. Katrin Stolz und Joana Eichhorn Expertise, die sprunghaft gestiegene Nachfrage bei
gleichbleibenden Ressourcen sowie die nachhaltige
In diesem Gastbeitrag beschreiben wir aus der Per- Integration von KI-bezogenen Inhalten in das reguläre
spektive einer hochschuldidaktischen Einrichtung – hochschuldidaktische Angebot.
genauer gesagt des Bereichs Hochschuldidaktik des
Zentrums für HochschulBildung der TU Dortmund Didaktisches Neuland: Der Umgang mit KI als Lern-
– die Herausforderungen und die Entwicklungen, die prozess für alle Beteiligten
sich seit der KI-Revolution ergeben haben. Künstliche
Intelligenz (KI) hat nicht nur enorme Auswirkungen Die erste Herausforderung liegt in der Notwendigkeit,
auf Lehren, Lernen und Prüfen, sondern auch auf die hochschuldidaktische Kompetenzen zu KI kurzfristig
hochschuldidaktischen Einrichtungen der Hochschu- und kontinuierlich anzupassen. Mit dem plötzlichen
len. Aufkommen KI-basierter Tools in der Lehre entstand
ein hoher Erwartungsdruck – Lehrende suchten Ori-
Was zunächst mit einer spontanen Reaktion auf einen entierung, während hochschuldidaktische Einrichtun-
akuten Orientierungsbedarf begonnen hat, entwickelt gen selbst noch am Anfang der Auseinandersetzung
sich zunehmend zu einem dauerhaften Bestandteil un- standen. Von einem auf den anderen Tag wurde ein
serer Arbeit. Dabei standen und stehen wir als hoch- Update hochschuldidaktischer Kompetenz notwen-
schuldidaktische Einrichtung vor verschiedenen He- dig. Anders als bei etablierten hochschuldidaktischen
rausforderungen: der Kompetenzaufbau im eigenen Themen fehlte es an erprobten Konzepten, fachspezi-
Team unter Bedingungen begrenzter Sicherheit und fischen Beispielen und allgemein akzeptierten Stan-
Zur Person.
Dr. Katrin Stolz
Dr. Katrin Stolz ist Leiterin des Bereichs Hochschuldidaktik am Zentrum für HochschulBildung der TU Dort-
mund. Gute Lehre hat sie in ihrer gesamten beruflichen Laufbahn als Lehrende, Leiterin der Arbeitsstelle Lehr-
evaluation an der medizinischen Fakultät Ulm, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Master of Higher Education
an der Universität Hamburg und im Forschungsprojekt „Hamburger Modell – Studierfähigkeit“ beschäftigt.
Sie hat Diplom-Pädagogik mit den Schwerpunkt Erwachsenenbildung und Beratung an den Universitäten
Düsseldorf und Köln studiert und ist an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg promoviert.

