NRW:Stage – Ein Tag voller Highlights
Endlich ist es soweit: Das offizielle Programm für das University:Future Festival (22. bis 24. Juni) steht fest! Damit ist auch klar, welche spannenden Programmpunkte am 22. Juni Teil der von ORCA.nrw gemeinsam mit zahlreichen Partnerinstitutionen organisierten NRW:Stage im Unperfekthaus in Essen sein werden. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf einen abwechslungsreichen Tag voller Inspiration, Austausch und Networking freuen. Übrigens: Tickets sind weiterhin kostenlos erhältlich!
Der Tag startet um 9:30 Uhr mit einer offiziellen Begrüßung durch ORCA.nrw-Geschäftsführer PD Dr. Markus Deimann. „Wir freuen uns sehr, so hochkarätige Speakerinnen und Speaker mit spannenden Themen aus unterschiedlichen Bereichen für unsere Bühne gewonnen zu haben. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm in Essen“, so Deimann.
Doch nicht nur auf der Bühne ist einiges geboten: Zahlreiche Workshops laden dazu ein, neue Impulse zu gewinnen und sich aktiv einzubringen. Die Landesinitiative für Forschungsdatenmanagement – fdm.nrw ist mit einem eigenen Stand vertreten. Außerdem macht das Projekt KlimaOER mit seinem Klimakoffer den Klimawandel experimentell erlebbar.
Ein besonderes Highlight am Vormittag ist das Community-Treffen des Kompetenzzentrums Digitale Barrierefreiheit.nrw, das in das Rahmenprogramm der U:FF NRW:Stage eingebettet ist. Am Nachmittag öffnet die Teaching Clinic ihre Türen: Ab 14:15 Uhr können Sie Ihre Fragen rund um die Lehre direkt an die Expertinnen und Experten von KI:edu.nrw, Moodle.nrw, ILIAS.nrw, dem Netzwerk hdw NRW, dem Netzwerk Hochschuldidaktik NRW, dem Kompetenzzentrum Digitale Barrierefreiheit.nrw, dem Universitätsverbund digiLL und der Rechtsinformationsstelle ORCA.nrw richten. Die Möglichkeit zur Vorab-Buchung der Beratungsslots besteht zwei Wochen vor der Veranstaltung über die Veranstaltungsplattform.
Abgerundet wird der Tag durch zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch und zur Vernetzung – etwa im Wintergarten, unserem Community Space mit Dachterrasse.
Kostenlose Tickets für die NRW:Stage am 22.06.2026 können hier erworben werden.
Das offizielle Bühnenprogramm:
9:30 Uhr bis 10:00 Uhr Eröffnung der NRW:Stage Essen
PD Dr. Markus Deimann eröffnet die NRW:Stage. Gemeinsam mit allen organisierenden Partnerinnen und Partnern – Moodle.nrw, ILIAS.nrw, dem Kompetenzzentrum Digitale Barrierefreiheit.nrw, hdw NRW, dem Netzwerk Hochschuldidaktik NRW, KI.edu.nrw und dem Universitätsverbund digiLL – begrüßt er die Gäste in Essen und an den Bildschirmen. Teil der Eröffnung ist ein gemeinsames Warm-up mit Silke Kirberg von der Hochschule Niederrhein.
10:05 Uhr bis 10:35 Uhr STACK.nrw: Digitale Prüfungen mit automatisiert bewerteten Aufgaben – von der Infrastruktur zur Praxis (Input 30 Min)
Digitale Prüfungen mit automatisiert bewerteten Aufgaben gewinnen in der Hochschullehre zunehmend an Bedeutung. Das Projekt STACK.nrw adressiert die zentrale Herausforderung, wie solche Prüfungsformate qualitätsgesichert, skalierbar und nachhaltig umgesetzt werden können. Der Beitrag gibt zunächst einen Überblick über Ziele, Struktur und Ansatz des Projekts und zeigt, wie Lehrende bei der Erstellung, Nutzung und Weiterentwicklung von Aufgaben unterstützt werden. Am Beispiel der Datenbank ATLAS wird anschließend konkret erläutert, wie Aufgaben kollaborativ entwickelt, gepflegt und in digitalen Prüfungen sowie im E-Assessment eingesetzt werden können. Teilnehmende erhalten Einblicke in organisatorische, technische und didaktische Aspekte sowie Anregungen für die eigene Praxis.
10:50 Uhr bis 11:20 Uhr Fall des Monats live: Rechtliche Rahmenbedingungen für die Erstellung von Lehrmaterialien
Der Vortrag gibt anhand eines Urteils des OLG Nürnberg Einblicke in die urheberrechtlichen Fragestellungen, die bei der Erstellung und Nutzung fremder Materialien im Rahmen der Lehre eine Rolle spielen. Im Zentrum steht die Frage, wann und in welchem Umfang fremde Werke für Lehrzwecke genutzt werden dürfen. Dabei wird eingeordnet, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen und welche Grenzen zu beachten sind. Im Anschluss stehen die Vortragenden für Fragen zur Verfügung.
11:25 Uhr bis 11:55 Uhr Mehr als Leuchttürme
Lehr- und Lernraumprojekte an Hochschulen bewegen sich häufig in einem Spannungsfeld: Einzelne ‚innovative‘ Modellräume entstehen unter schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen. Leuchtturmprojekte befinden sich nicht selten in einem Umfeld, das in der Breite von didaktisch oder technisch veralteter Infrastruktur geprägt ist. Die ‚Skalierung‘ von Modellräumen bleibt ein ungelöstes Problem. Unser Beitrag setzt bei dieser Spannung an: Er zeigt am Beispiel des „Raumlabors Philologie“, wie die Ruhr-Universität Bochum (RUB) aus experimentellen Raumsettings heraus ein zukunftsorientiertes Raumportfolio entwickelt. Die RUB durchläuft gerade eine umfassende Phase der Campussanierung, die sie mit dem Projekt „Flächen der Zukunft“ auch didaktisch-konzeptionell begleitet. In unserem Input werden wir – mit Transferpotential für andere Hochschulen – datengestützt zeigen, vor welchen Herausforderungen die Lehr-Lernraumentwicklung an der RUB steht und wie die konkreten Nutzungserfahrungen des Raumlabors in die strategische Campusentwicklung eingehen.
12:10 Uhr bis 12:40 Uhr Vom Artefakt zum System
Hochschullehre steht unter dem Anspruch kontinuierlicher Weiterentwicklung und Qualitätssicherung. Gleichzeitig geraten klassische produktionsorientierte Formate vor dem Hintergrund generativer KI unter Druck: Produkte lassen sich zunehmend ohne tiefes fachliches Verständnis erzeugen, Lernprozesse werden schwerer sichtbar. In Game Jams unseres Arbeitskreises ProLudens zeigt sich ein anderer Zugang: Wenn Lernende Inhalte spielerisch umsetzen und eigene Spielkonzepte entwickeln, setzen sie sich intensiv mit dem Lerngegenstand auseinander. Didaktisch kohärente Spiele erfordern Transferleistungen, bei denen Lerninhalte in regelbasierte Systeme, Mechaniken und Wirkungslogiken übersetzt werden. Der Fokus verschiebt sich vom Produzieren einzelner Artefakte hin zum Modellieren von Systemen.
12:45 Uhr bis 13:15 Uhr Accessible Materials
Digitale Lehr- und Lernmaterialien sind häufig nicht barrierefrei – mit erheblichen Folgen für Teilhabe und Chancengleichheit. Der Workshop beleuchtet typische Barrieren und strukturelle Herausforderungen in der Gestaltung und Auswahl von Materialien in Schule und Hochschule. Die Teilnehmenden reflektieren ihre eigene Materialpraxis, entwickeln ein Problembewusstsein für inklusive digitale Didaktik und lernen zentrale Prinzipien, Tools und Standards kennen. Kurze Praxisimpulse dienen der Illustration und Diskussion. Ziel ist es, Lehrende und (zukünftige) Lehrkräfte für digitale Barrierefreiheit zu sensibilisieren und sie als Multiplikator:innen für inklusive Bildung zu stärken.
14:15 Uhr bis 15:20 Uhr Paneldiskussion Hochschullehre digital gestalten: Einblicke in erfolgreiche Ansätze aus NRW
Die Podiumsdiskussion bringt Expert*innen aus allen relevanten Bereichen der digitalen Hochschullehre in Nordrhein-Westfalen zusammen. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit in NRW. Innovative Learning – was bedeutet das konkret für die jeweiligen Organisationen und was können sie gemeinsam erreichen, was alleine nicht möglich wäre?
15:35 Uhr bis 16:05 Uhr Wissenstransfer immersiv gestalten: Von der didaktischen Idee zur strategischen Implementierung
Immersive Technologien (XR) bieten enorme Potenziale für den Wissenstransfer, vor allem dann, wenn sie didaktisch-strukturell eingebettet sind. Am Beispiel des XR-Labs der TH Köln zeigt dieser Beitrag den Aufbau einer XR- Infrastruktur auf, die weit über die Hardware-Bereitstellung hinausgeht. Im Fokus steht der systematische Übergang von punktuellen Anwendungen hin zu einer strategischen Verankerung in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Vorgestellt wird ein praxisorientiertes Phasenmodell, das von der Bedarfsanalyse über die didaktische Konzeption bis zur Implementierung reicht. Dabei werden Lehrende sensibilisiert, Curricula angepasst und Programme verstetigt. Der Beitrag verdeutlicht, wie durch Co-Creation zwischen Fachdisziplinen und Mediendidaktik Synergien entstehen. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Struktur, Didaktik und Technologie zusammenwirken, um immersive Weiterbildung nachhaltig umzusetzen.
16:10 Uhr bis 16:40 Uhr Zocken, Streamen, Reflektieren
Unsere Welt ist stark von digitalen Medien, Streaming-Plattformen und Games geprägt. Hochschulbildung, die Studierende erreichen will, muss deren Lebensrealität aufgreifen und Lernformate entwickeln, die Relevanz, Interaktion und Reflexion verbinden. Der Beitrag zeigt auf, wie innovative Lehrformate die Hochschulbildung bereichern und nachhaltige Lernprozesse fördern können. Im Fokus steht die Integration mediendidaktischer Ansätze, die Studierende anregen, globale Herausforderungen zu reflektieren sowie individuelle Lösungsansätze zu entwickeln. Vorgestellt werden evaluierte Praxisbeispiele, darunter die Kursreihen „Zocken gegen die Klimakrise“, „Planetary Health Challenge“ und „Herr der Ringe und Co. – Was wir aus Fantasyfilmen lernen können“. Der Beitrag möchte Lehrende ermutigen, eigene Lernformate zu konzipieren und zu erproben, die Studierenden ermöglichen, mit Spaß zu lernen.
16:45 Uhr bis 17:15 Uhr Wir schaffen das zusammen: dezentrale souveräne KI-Infrastruktur
‘Souveränität’, insbesondere im digitalen Raum, wird zunehmend von einer Floskel zu einem ernstzunehmenden Thema – nicht zuletzt durch die aktuelle Weltlage. Somit stellt sich für Hochschulen die Frage nach Möglichkeiten der Bereitstellung von souveräner KI-Infrastruktur mit hoher Relevanz. Deutschlandweit haben sich erste Ansätze der Bereitstellung an einzelnen Hochschulen und an zentralen Einrichtungen geformt und erfolgreich etabliert. Im Raum stehen dabei jedoch stets die Fragen der Skalierbarkeit, Resilienz und Kosten. Daher stellen wir unseren Ansatz einer dezentralen souveränen und skalierbaren KI-Infrastruktur aus NRW vor, der „bottom-up“ schnelles iteratives Prototyping und Erkenntnisgewinne ermöglicht.
17:15 Uhr bis 17:30 Uhr Closing: Recap und Verabschiedung
Zum Abschluss der NRW:Stage blickt PD. Dr. Markus Deimann zurück auf einen ereignisreichen Festivaltag und lässt die Highlights auf und abseits der Bühne Revue passieren.















Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es auch neben dem offiziellen Programm einiges zu sehen. Der Roboter aus dem Projekt „RobiClay“ zog im Foyer zahlreiche Interessierte an, die sich nicht nur die Funktionsweise erklären lassen, sondern auch selbst ein 3D-gedrucktes Souvenir mit nach Hause nehmen wollten. Natürlich wurde auch das Festivallogo in 3D gedruckt. Wenige Meter weiter konnten die Besucherinnen und Besucher sich an einem Legevideo versuchen.
außerhalb von NRW gute Gelegenheiten hatten, die ORCA.nrw-Bühne zu verfolgen. „Wir haben heute eine unglaubliche thematische Vielfalt erlebt. Mal wurden bekannte Themen aus neuen Blickwinkeln betrachtet, mal völlig neue Impulse gesetzt. Das macht das U:FF zu etwas ganz Besonderem“, sagte Deimann.