DTM – Digitale Technische Mechanik
Kompetenzorientierte Lehr- und Lernmaterialien für die Grundlagen der Technischen Mechanik
Im vom MKW NRW geförderten Projekt „DTM – Digitale Technische Mechanik“ wurden offene digitale Lehr- und Lernmaterialien für das Grundlagenfach Technische Mechanik entwickelt. Im Mittelpunkt stand dabei nicht zuerst die Frage, welche Inhalte traditionell in einer Mechanik-Veranstaltung behandelt werden, sondern welche Kompetenzen Studierende am Ende einer solchen Veranstaltung erworben haben sollen: Was sollen sie verstehen, beurteilen, berechnen und anwenden können?
Ausgehend von dieser Perspektive entstanden Materialien, die zentrale Inhalte der Technischen Mechanik anwendungsnah, modular und kompetenzorientiert aufbereiten. Die Aufgabenstellungen sind in realistische technische Kontexte eingebettet und zeigen, wofür Mechanik in ingenieurwissenschaftlichen Berufsfeldern benötigt wird. So sollen Studierende nicht nur Rechenverfahren einüben, sondern mechanische Modelle entwickeln, Zusammenhänge erkennen und Ergebnisse fachlich einordnen können.
DTM ist ein Verbundprojekt der Technischen Universität Dortmund, der Hochschule Hamm-Lippstadt, der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Paderborn, der Bergischen Universität Wuppertal, der Universität Duisburg-Essen, der Hochschule Rhein-Waal und der Westfälischen Hochschule.
Über die Kursmaterialien
Der im Projekt DTM entwickelte Moodle-Kurs enthält digitale Materialien für die Grundlagen der Technischen Mechanik. Dazu gehören unter anderem Lernvideos, interaktive H5P-Elemente, anwendungsorientierte Problemstellungen, Fallbeispiele sowie digital unterstützte Aufgabenformate.
Ein besonderer Fokus liegt auf realitätsnahen Problemstellungen. Die Aufgaben sind in technische und berufsfeldbezogene Situationen eingebettet und sollen deutlich machen, wie Mechanik zur Analyse, Modellierung und Bewertung konkreter ingenieurwissenschaftlicher Fragestellungen eingesetzt wird. Dadurch wird Mechanik nicht nur als abstraktes und rechnerisch anspruchsvolles Grundlagenfach erfahrbar, sondern als Werkzeug, mit dem technische Systeme verstanden, beschrieben und beurteilt werden können.
Zugleich wird der Fokus bewusst über die reine Durchführung vorgegebener Handrechnungen hinaus erweitert: in Richtung der vor- und nachgelagerten Schritte mechanischer Problemlösung. Dazu gehören das Erkennen relevanter Einflussgrößen, die Entwicklung geeigneter Modelle, die Auswahl passender Lösungswege sowie die Interpretation und Plausibilitätsprüfung der Ergebnisse. Damit unterstützen die Materialien eine kompetenzorientierte Lehre, in der nicht allein das Rechnen im Mittelpunkt steht, sondern der gesamte Prozess der Problemlösung.
Der Kurs ist modular aufgebaut. Die Materialien können daher einzeln genutzt, gezielt in bestehende Veranstaltungen integriert oder in größerem Umfang als Grundlage für eigene Lehrkonzepte eingesetzt werden. Über die Filterfunktion im Moodle-Kurs lassen sich die Inhalte zudem gezielt nach einzelnen Projekten und spezifischen Lernzielen auswählen.





