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Datenkompetenzzentrum für interprofessionelle Nutzung von Gesundheitsdaten in der Metropole Ruhr

Im Gesundheitswesen entsteht im Rahmen von Forschung und Versorgung eine hohe Anzahl an Daten. Datenkompetenzen sind ein relevanter Ausgangspunkt zur Gewährleistung einer qualitätsgesicherten und datenschutzkonformen Sammlung, Analyse und Interpretation von Daten und müssen auch im Gesundheitswesen gefördert werden.

Das Projekt „DIM.RUHR: Datenkompetenzzentrum für die interprofessionelle Nutzung von Gesundheitsdaten in der Metropole Ruhr“ schafft Lehr-, Forschungs- und Vernetzungsangebote zur Steigerung der Datenkompetenzen bei Gesundheitsversorgenden aber auch bei -forschenden. Hierzu werden die Kompetenzen der beteiligten Forschungseinrichtungen gebündelt um versorgungsnahe Daten für die Versorgungsforschung nutzbar zu machen,

Unter anderem wurden innerhalb des Projekts OER-Module zum Thema „Datenkompetenz in Versorgung und Gesundheitsforschung“ entwickelt, die sich mit den Teilbereichen eines kompetenten Umgangs mit Gesundheitsdaten und versorgungsnahen Daten beschäftigen.

DIM.RUHR wird unter dem Förderkennzeichen 16DKZ2008A-F durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert und von der Europäischen Union – NextGenerationEU finanziert.

Die Materialien

Die von DIM.RUHR entwickelten Lehr-/Lerninhalte werden als Kursmaterialien zum Thema „Datenkompetenz in Versorgung und Gesundheitsforschung“ bereitgestellt und sind in verschiedene Module strukturiert, die sich mit den Teilbereichen eines kompetenten Umgangs mit Gesundheitsdaten und versorgungsnahen Daten beschäftigen. Zielgruppe der Kursinhalte sind Studierende verschiedener Professionen der Gesundheitsversorgung und -forschung, aber auch Personen, die bereits im Gesundheitswesen tätig sind und sich weiterbilden möchten.

Grundlagen und übergreifende Konzepte

In dem Grundlagenmodul werden schrittweise werden zentrale Begriffe, Prinzipien und Werkzeuge des FDM (Forschungsdatenmanagement) vorgestellt, die ihr für den wissenschaftlichen Umgang mit Forschungs- und Gesundheitsdaten benötigt. Alles in Form von Skripten, Videos, Podcasts und Quizzen, geeignet zum Selbstlernen.

Ethische, rechtliche und soziale Aspekte

Hier werden Chancen und Herausforderungen thematisiert, die entstehen, wenn Gesundheitsdaten zunehmend digital erfasst, vernetzt und genutzt werden und welche ethischen, rechtlichen und sozialen Implikationen damit zusammenhängen. Das Modul ist für Selbstlernphasen konzipiert und enthält Skripte, Videos und Quizze.

Datenkultur etablieren

Für dieses Modul wurden Podcasts mit verschiedenen Akteur:innen in einem datengetriebenen Gesundheitswesen geführt und diese zu Datenkultur in ihrem Wirkungskreis befragt. Zusätzlich werden Reflexionsfragen angeboten, um die Inhalte zu überdenken und kritisch zu hinterfragen.

Quantitative Daten akquirieren

In diesem Modul wird durch Skripte, Videos und Quizze vorgestellt, wie quantitative Daten für die Gesundheitsforschung gesammelt werden. Ziel ist es, dass du ein sicheres Verständnis für die Planung und Umsetzung quantitativer und qualitativer Studien entwickelst. Ein großer Fokus wird hier auf aktuelle best-practice Beispiele aus der Gesundheitsforschung gelegt.

Qualitative Daten akquirieren

In diesem Modul geht es auch um die Akquise von Daten, allerdings für qualitative Daten, also Daten aus Interviews, Beobachtung, Fokusgruppen und Dokumentenanalyse, um die Erfahrungen, Einstellungen und Bedürfnisse von Menschen im Gesundheitswesen wirklich zu verstehen. Diese Inhalte werden durch Skripte, Videos und Quizze vermittelt.

Daten managen

Es werden Themen rund um die Datenstrukturierung, -manipulation, -aufbereitung, die Beschreibung (durch Metadaten), die Aufbewahrung und die Publikation von Daten behandelt. Unterstützend finden sich neben den Skripten, Videos und Quizzen in diesem Modul einige Vorlagen und Checklisten für die praktische Umsetzung in der eigenen Gesundheitsforschung.

Daten auswerten

In diesem Modul wird thematisiert, wie man passende Tools und Methoden zur Auswertung von Daten im Gesundheitswesen auswählt, mit Statistik – auch bei großen Datenmengen – Ordnung ins Chaos bringt und aus Zahlen und Datenpunkten neue Erkenntnisse werden.

Daten interpretieren

Hier geht es um das Verstehen und Präsentieren von Daten im Gesundheitswesen: statistische Kennwerte beschreiben und in Verbindung zu setzen, Datenprodukte wie Statistiken, Modellergebnisse und Grafiken verstehen, Qualität und Vertrauenswürdigkeit von Datenquellen.

Handlungen ableiten

Dieses Modul bietet Lehrinhalte, die Studierende niederschwellig dazu anleiten, Daten auszuwerten bzw. zu analysieren und daraus in der Folge Erkenntnisse und Handlungen abzuleiten.

Journey

Beschreibung folgt

Weitere Materialien

Für Lehrende, die die Materialien anpassen oder erweitern wollen, finden sich hier bearbeitbare Versionen der Kursinhalte (Textdokumente, Quizze, Rohdateien der Videos, …). Ebenso sind detaillierte Metadaten in Übersichtsdokumenten für die entsprechenden Module vorhanden.

Die bearbeitbaren Materialien finden Sie im Moodle-Kurs DIM.RUHR – Lehrendenkurs, der über das offene Moodle der Ruhr-Universität Bochum bereitgestellt wird.

Die Lernzielmatrix bildet die Basis für die Entwicklung der verschiedenen OER-Materialien im Rahmen von DIM.RUHR. Die Lernzielmatrix beschreibt relevante Themenbereiche zur Entwicklung von Datenkompetenz in der interprofessionellen Gesundheitsdatennutzung und formuliert Lernziele, abhängig von den angestrebten Kompetenzstufen der Lernenden. Grundlage für die Matrix ist die Lernzielmatrix zum Themenbereich Forschungsdatenmanagement von Petersen et al. (2022), welche durch Literaturrecherche und in interprofessionellen Workshops für die Gesundheitsdatennutzung angepasst wurde.

Die Lernzielmaxtrix finden Sie in einem Artikel der DIM.RUHR-Kolleg:innen.

Diese Materialien waren die Basis für die OER-Entwicklung im Projekt DIM.RUHR. Für Interessierte, die ihre eigenen in Open Educational Resources (OER) erstellen möchten, kann dieses Lernmodul als Hilfe dienen, eigene OER mithilfe des im Projekt entstandenen OER-Leitfadens zu entwickeln. Die einzelnen, aufeinander aufbauenden Kapitel bieten eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie es gelingen kann, qualitativ hochwertige Lehr- und Lernmaterialien (auch ohne Daten- und Gesundheitsbezug) zu erstellen.

Die didaktischen Materialien finden Sie im ersten Modul Moodle-Kurses DIM.RUHR – Lehrendenkurs, der über das offene Moodle der Ruhr-Universität Bochum bereitgestellt wird.

Weiterführende Links

Zur Projekt-Website

Auf der Projekt-Website von DIM.RUHR finden Sie ausführlichere Informationen zum Projekt.

Moodle-Kurs

In diesem Moodle-Kurs, der über das offene Moodle der Ruhr-Universität Bochum bereitgestellt wird, können Sie die einzelnen Module durchlaufen.

Kontakt

Sie haben etwas zum Thema beizutragen? Oder Sie wünschen sich detaillierteren Austausch? Nutzen hierfür gerne das Kontaktformular auf der Projektwebseite.

Förderhinweis

DIM.RUHR wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert und von der Europäischen Union – NextGenerationEU finanziert.

Hinweis zur Förderung von der Europäischen Union